Category Archives: Allgemein

Amnahs erste Schritte

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter Beirut, Libanon

Als erstes sehe ich die kleinen Zehennägel und dann das eingegipste Bein, das sich langsam durch die Tür schiebt. Dann erscheint das zierliche syrische Mädchen mit seinen dünnen Armen, die Hände um die Reifen eines Rollstuhls geklammert. Langsam und mühsam schiebt sich die neunjährige Amnah über den Flur des Krankenhauses im Flüchtlingslager Azraq in der jordanischen Wüste. Ihre Geschichte ist schockierend. weiterlesen

„Es ist gut hier in Monrovia zu sein…“

von Mario DiGennaro, DRK-Mitarbeiter in Monrovia

Unser Flug Anfang November von Berlin über Brüssel und Dakar war ohne Verspätungen und völlig unkompliziert. Ich habe erst beim Abflug von Dakar nach Monrovia überlegt, dass es jetzt eigentlich richtig losgeht. Auch wenn ich mit meinen Vorbereitungen bereits Anfang Oktober begonnen hatte. Vorbereitungstraining in Würzburg, Ausrüstung und Reiseapotheke zusammenstellen, das Internet über Liberia befragen und vieles mehr. weiterlesen

Geschafft! Die dreijährige Doris darf nach Hause

Von DRK-Mitarbeiter Prof. Joachim Gardemann

Am Mittwoch, dem 19. November konnten wir die kleine Doris (3 Jahre) nach glücklich überstandener Ebola-Erkrankung geheilt wieder zu ihrer Großmutter nach Hause entlassen. Nach klinischer Heilung, zweifach negativem Laborbefund und anschließender ausgiebiger körperlicher Reinigung („Happy Shower“) können wir die überlebenden Patienten erstmals wieder direkt berühren, denn nun sind sie ganz sicher ebolafrei. weiterlesen

Kinder in Uganda: Kleine Leute, große Talente!

Von Binh Nguyen, DRK-Mitarbeiterin in Uganda

Die Liebe der Menschen zu Tanz und Gesang hier in Uganda hat mich vom ersten Tag an beeindruckt. Musik ist von klein auf ein großer Teil ihres täglichen Lebens und bei den verschiedensten Anlässen unentbehrlich. weiterlesen

„Kindergarden“ im Krankenhaus

von Mario Lennartz, DRK-Mitarbeiter in Sierra Leone

Tapfer schaut die sechsjährige Fatmata in die Welt. Auf ihrem Rücken trägt sie, wie es hier in Sierra Leone üblich ist, ihren fünf Monate alten kleinen Bruder Mosa in einem Wickeltuch. Beide haben ihre Mutter aufgrund von Ebola verloren. Fatmata hat nun die Mutterrolle für ihren kleinen Bruder übernommen. Zu ihren Aufgaben gehören auch das Füttern und Wickeln. weiterlesen

Aus Sierra Leone: “Es sind die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern”

von Prof. Dr. med. Joachim Gardemann, DRK-Mitarbeiter in Sierra Leone

Es sind meistens nicht die großen Opferzahlen, die uns so tief bewegen, sondern die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern. Vor einigen Tagen erreichte uns wieder ein Krankenwagen mit einer von Ebola betroffenen Familie. Im Sichtungsbereich unseres Behandlungszentrums entstiegen dem hinteren Teil des Fahrzeuges die Mutter und zwei verängstigte Kinder. Nach stundenlanger Fahrt im verschlossenen Wagen muss für die neuen Patienten unsere erste Erscheinung in der Schutzausrüstung fremd und erschreckend gewesen sein.  Die junge Mutter blutete bereits aus dem Mund, für uns ein sicheres Zeichen für einen hoffnungslosen Krankheitsverlauf. weiterlesen

Notunterkünfte für Leyte – deutsche Hilfe und philippinischer Gemeinschaftssinn

von Daniel Rudolf Becker, Shelter- /Bau-Mitarbeiter Leyte, Philippinen

Ich arbeite seit zwei Monaten als Shelter-Bau-Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes auf der Insel Leyte, Philippinen. Als ich angekommen bin, sah ich zusammengeschusterte Hütten, Häuser die eingestürzt sind, notdürftig geflickt mit Planen von internationalen Hilfsorganisationen, Patchwork-Wellblechhütten aus gefundenen, übrig gebliebenen Materialien. Viele Familien haben kein sicheres Zuhause. Viele Familien haben kein dichtes Dach über den Kopf. Viele Familien haben ein zu geringes Einkommen, um ihre durchschnittlichen fünf Köpfe vollwertig zu ernähren. weiterlesen

“Mein Einsatz hier ist gut und wichtig” – Erfahrungsbericht aus Sierra Leone

Eine gute Woche ist es nun her, dass ich aus Deutschland ausreiste, und ich bin hier Teil eines großen Teams, das die derzeit wohl wichtigste Arbeit zum Schutz der Weltbevölkerung leistet. weiterlesen

DRK unterstützt Einsatz des Libanesischen Roten Kreuzes in Tripoli

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter in Beirut, Libanon

Zivilisten evakuiert, Verletzte gerettet und Tote aus Kampfgebiet geborgen

Das Libanesische Rote Kreuz war am Wochenende mit einem Großaufgebot von 100 freiwilligen Helfern und 20 Ambulanzfahrzeugen in Tripoli rund um die Uhr im Einsatz. Am Freitagabend waren schwere Kämpfe zwischen der Libanesischen Armee und bewaffneten Gruppierungen in zwei Stadtteilen im Norden Tripolis ausgebrochen. Die Kämpfe dauerten bis Sonntagnacht an. Erst am Montag wurde eine humanitäre Feuerpause vereinbart. weiterlesen

Kaum Schutz vor Kälte, Regen und Schnee: Syrische Flüchtlinge fürchten den Winter

Von Tommaso Della Longa (IFRC) / Übersetzung von René Schulthoff (DRK)

Eine ganze Familie in einem einzigen Raum. Zwischen fünf und acht Menschen in einer einfachen Behausung aus Brettern und Plastik. Sie sind untergebracht irgendwo inmitten von landwirtschaftlichen Gebieten oder, noch schlimmer, irgendwo oben in den Bergen. So sieht die Situation für tausende syrischer Flüchtlinge im Libanon aus, die vor der Gewalt in ihrem eigenen Land geflohen sind. weiterlesen