Category Archives: Allgemein

Arbeiten in der Infektionsklinik in Monrovia

Von Marcus Richter, DRK-Mitarbeiter in Monrovia

Seit Anfang November 2014 war das DRK mit Unterstützung der Bundeswehr in Liberia im Einsatz im Kampf gegen Ebola. Die Phase der Nothilfe in der Infektionsklinik (Severe Infection Temporary Treatment Unit), kurz „SITTU“, ging im März 2015 zu Ende. Das gemeinsam mit der Bundeswehr erarbeitete Strukturkonzept der Infektionsklinik ist für den weiteren Weg Liberias im Umgang mit dem gefährlichen Virus wegweisend. DRK-Mitarbeiter Marcus Richter beschreibt hier im Blog seine Eindrücke: weiterlesen

2.200 Freiwillige Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes im Einsatz

Zahlen, Daten, Fakten zum Erdbeben in Nepal

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter in Kathmandu

Sie arbeiten unermüdlich, rund um die Uhr, in den entlegensten Gebieten in Nepal – die freiwilligen Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes. Bis heute, 12 Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal, sind 2.200 Freiwillige im Einsatz gewesen und rund um die Uhr damit beschäftigt, dringend benötigte Hilfe zu verteilen, Menschen medizinisch zu versorgen und Verschüttete zu bergen. Über 14.510 Menschen wurden durch das Erdbeben verletzt. Die Zahl der Toten wird von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit 7.264 angegeben. weiterlesen

Nepals Freiwillige im Angesicht der Tragödie: “Wir müssen den Lebenden helfen”

Aus Kathmandu Patrick Fuller, Mitarbeiter der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes

Am 25. April sah Nishal Restha zu Hause in Sitapaila, einem Vorort von Kathmandu, gerade fern, als das Erdbeben das zweistöckige Haus so stark erschütterte, dass es über ihm und seiner Familie zusammenbrach. Irgendwie schaffte er es nach draußen, wo er schließlich kollabierte. weiterlesen

Bargeld für Vertriebene im kurdischen Autonomiegebiet

Moderne Nothilfe im Sinne der Menschen

Von Jörg Mühlbach, DRK-Delegierter Nordirak, Kurdistan

Die meisten meiner Freunde oder Bekannten, denen ich erzähle, dass das DRK als Nothilfemaßnahme im Nordirak Bargeld verteilt, schauen mich erst einmal stirnrunzelnd an und fragen dann: Was machen die Leute denn mit dem Geld? Muss man so etwas nicht sehr gut kontrollieren? Kann das Geld denn nicht in falsche Hände geraten oder für die falschen Dinge ausgegeben werden? weiterlesen

Ebola und andere Bedrohungen – warum unsere Hilfe immer noch wichtig ist

Von Regine Reim, DRK-Mitarbeiterin in Monrovia, Liberia

Seit Mitte Februar ist Regine Reim (46), ehrenamtliche Helferin in der DRK-Bereitschaft Beuel, im Einsatz in Monrovia an der westafrikanischen Küste Liberias. Im Behandlungszentrum des DRK arbeitet sie gemeinsam mit ihrer einheimischen Kollegin Sackorline Tandanpolie und 110 weiteren liberianischen Kollegen und leitet den Bereich ‘Infektionskontrolle, Seuchenvorsorge und Hygiene’. weiterlesen

Pakistan: Mit Decken, Matratzen und Winterkleidung gegen die größte Not

Der schwelende Konflikt zwischen Militanten und Regierungskräften in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan ließ viele Familien aus den Dörfern des Baratals und Tirahtals an den Rand der Stadt Peschawar ( der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa)  fliehen, wo sie z.T. schon seit Monaten in einem Zeltlager für Binnenvertriebene oder aber bei Gastfamilien leben. Zusammen mit dem Pakistanischen Roten Halbmond konnte das Deutsche Rote Kreuz mit der Bereitstellung von Winterhilfsgütern die größte Not lindern. weiterlesen

Ein Besuch der DRK-Hilfsprojekte im Jemen: Arbeiten unter Extrembedingungen für den Schutz von Kindern

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter Beirut, Libanon

Als die Autobombe in Jemens Hauptstadt Sanaa explodiert, ist es 6:45 Uhr morgens. Eine dumpfe Explosion. Das klingt wie ein Donner, denke ich, als ich von ihr wach werde. Es ist meine erste Nacht in Sanaa. Ich bin zusammen mit dem Delegierten Ben und der Koordinatorin Julia des Deutschen Roten Kreuzes im Delegationshaus in Sanaa untergebracht. Später erfahren wir, dass es eben kein Donner war sondern ein erneuter Anschlag auf die Polizei im Norden der Stadt. 37 Menschen werden getötet – schreckliche Wirklichkeit in einem vom Konflikt zerrissenem Land auf der Arabischen Halbinsel. weiterlesen

„Unser Haus ist sicher gesprengt worden“ – Begegnung mit einer irakischen Vertriebenenfamilie in Nordirak

Von Jörg Mühlbach, DRK-Delegierter im Nordirak

Es regnet und es ist kalt. Ich bin heute mit meiner Kollegin Bettina Morgenstern in eines der Lager für irakische Vertriebene im Nordirak, autonome Region Kurdistan, aufgebrochen. Im Chamishko-Camp leben etwa 25.000 Menschen, irakische Familien, die vor der Gewalt im eigenen Land geflohen sind. Wir verteilen an diesem Tag 1.000 Kerosin-Heizgeräte im Camp. Hier in den Bergen ist es im Winter empfindlich kalt und auf den Gipfeln ringsherum liegt Schnee. Es gibt ein Heizgerät pro Familie. Wenn man schätzt, dass eine Familie 5-6 Mitglieder hat, konnten wir also heute insgesamt 5.000 bis 6.000 Menschen versorgen. Am Sonntag werden noch mal 400 Heizgeräte verteilt. weiterlesen

Eindrücke aus Kenema: Mit Brot und Keksen ein Lächeln schenken

Von Dirk Fassbender, DRK-Mitarbeiter in Kenema, Sierra Leone

Mein erster Dienst alleine. Ich habe Spätdienst. Zu Beginn der Schicht sehe ich einen neunjährigen Jungen in einem der Zelte außerhalb des Risikobereichs sitzen. Er scheint geheilt zu sein und darauf zu warten, dass er nach Hause kommt. Dass es so schnell geht habe ich nicht gedacht, aber offenbar scheint er die 21-tägige Inkubationszeit hinter sich zu haben. Ich winke ihm zu und er winkt schüchtern zurück. weiterlesen

Ebola-Einsatz-Tagebuch: Zum Jahreswechsel in Liberia

Von Christoph Dennenmoser, DRK-Mitarbeiter in Monrovia, Liberia

20.12.14
Heute sind in Liberia Senatswahlen. Da Verkehrschaos befürchtet wird, bestellen wir unsere lokalen Helfer heute nicht zu uns ein. Es gilt sicherheitshalber auch eine „No Movement Policy“, also ein Verbot, den Bereich der ETU (Ebola-Behandlungsstation) zu verlassen. Würde eh keinen Sinn machen, weil ja die meisten Läden geschlossen haben dürften. weiterlesen