Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Haiti – zweieinhalb Jahre nach dem Erdbeben

Montag, 17. September 2012

Von Emmanuelle Le Roy, WASH Project Manager

Die Lage in der Hauptstadt Port-au-Prince und im Département de l’Ouest ändert sich sichtbar: Seit mehr als zwei Jahren bietet Haiti in den vom Erdbeben zerstörten Regionen den Anblick einer Landschaft, die von Plastikplanen aller Größen und Qualitäten und mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen beherrscht wird. Mit den Planen kann man so viel machen: Man kann ein Haus abdecken, eine Toilette abgrenzen, einen Hühnerstall oder ein Feld vergrößern, eine sichere Unterlage für das Gemüse schaffen, wenn man es auf dem Markt oder an der Straße verkaufen möchte und man kann sogar Klassenzimmer mit ihnen improvisieren. Es gibt sie wirklich überall. Ich vermag mir den Profit der Hersteller und Vertreiber dieser Plastikplanen gar nicht vorzustellen! (weiterlesen…)

Uganda – Perspektive geben

Dienstag, 11. September 2012

von Arno Waizenegger, DRK-Delegierter in Uganda

Als Dedeng Lo’Pukon noch ein kleiner Junge war, starben seine Eltern während einer Hungersnot in den 80er Jahren. In Aussicht auf schnellen Reichtum und ein besseres Leben als es seine Eltern hatten, schloss er sich einer Gruppe von Rinderdieben an. Einer der kürzlichen Raubzüge in Richtung Süden scheiterte und er wurde verhaftet.

Dedeng ist kein Einzelfall. Die Karamojong, ein ugandischer halbnomadischer Volksstamm, sind bekannt für den notorischen bewaffneten Viehdiebstahl, mit dem sie die angrenzenden sesshaften Völker seit Jahrzehnten terrorisieren. Das Leben der Karamojong ist durch regelmäßig wiederkehrende Dürren und Hungerkatastrophen geprägt und Viehdiebstahl wird von vielen jungen Karamojong als einzige Möglichkeit verstanden Wohlstand zu erlangen und Dürreperioden zu überstehen. Da das ugandische Militär Viehdiebe mittlerweile konsequent verfolgt und sich der Viehbestand durch Epidemien stark reduziert hat, konzentrieren sich viele junge Karamojong mittlerweile zunehmend auf die landwirtschaftliche Produktion, die sie oftmals in Gruppen praktizieren. Die „Napumpum Farmers“ ist eine dieser Bauerngruppen. (weiterlesen…)

Haiti – Erfolg der Interventionsteams und ihrer Vorsorgemaßnahmen

Montag, 03. September 2012

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Nicht mehr lange, und meine Zeit und Aufgabe hier in Haiti sind beendet. Nun hatte ich vor einigen Tagen eine gute Gelegenheit, mein Projekt und meine Arbeit des vergangenen Jahres zu beurteilen.
Der Tropensturm Isaac näherte sich Haiti. Es war der Moment, wo sich beweisen sollte, ob sich das, was ich in den letzten zwölf Monaten getan hatte, tatsächlich bewähren würde. Isaac wütete ganz in der Nähe unseres Hauses und hinterließ 24 Tote, 42 Verletzte und 1.400 zerstörte Häuser, zerstörte Lebensgrundlagen und ein vielfach erhöhtes Risiko von Cholera im Westen und Süden des Landes. Wir befinden uns im Westen Haitis.
Aber was passierte in den Gemeinden, in denen ich das Projekt der Katastrophenvorsorgemaßnahme implementiert hatte? Hier gab es keine Toten, keine Verletzten! (weiterlesen…)

Ruanda: Verbesserte Lebensbedingungen für Rückkehrerfamilien

Mittwoch, 01. August 2012

Von Ruth Boxberg, DRK-Delegierte in Ruanda

Seit 1996 und erneut verstärkt in den Jahren 2006 und 2007 wurde insgesamt etwa eine halbe Million ruandische Flüchtlinge gewaltsam aus Tansania und Uganda vertrieben. Angekommen in Ruanda, wurden sie in Transitlagern aufgenommen. Einige bekamen u.a. durch vorangegangene Hilfsprojekte einen neuen Wohnort, anderen wurde ein provisorisches Siedlungsgebiet zugewiesen. Dort jedoch lebten sie unter extrem schlechten Bedingungen. Im dicht besiedelten Land ist es nicht leicht, fruchtbaren Boden für alle Rückkehrer zu bekommen. (weiterlesen…)

Syriens stille Helden

Donnerstag, 26. Juli 2012

von Jean-Marie Falzone

Als Delegierter des DRK wurde ich im April zur Kontaktaufnahme mit dem Syrischen Roten Halbmond (SARC) nach Syrien geschickt, um herauszufinden, auf welche Weise das DRK seine Schwestergesellschaft in Syrien unterstützen kann. (weiterlesen…)

Rückblick: Anlieferung der Gerätschaften für Haitis neue Blutbank

Mittwoch, 18. Juli 2012

Von Christian Noske, Logistik-Delegierter in Haiti

Endlich, es ist soweit. Die Anlieferung von medizinischen Geräten zum Aufbau einer Blutbank in Haiti, die seit vielen Monaten vorbereitet wurde, soll endlich stattfinden. Die drei Container haben eine mehrwöchige Schiffsreise hinter sich, sie haben den haitianischen Zoll passiert und sind nun auf dem Weg, ihren Inhalt am endgültigen Ziel auszuliefern.
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Projektbesuch in Anse-a-Pitre

Donnerstag, 12. Juli 2012

Von Wolf-Christian Noske

Die Sonne steht hoch am Horizont. Unser weißes Kraftpaket ackert sich durch das trockene Flussbett. Wie durch eine weiße Steinwüste führt uns der holprige Pfad gen Norden, immer weiter weg von der dominikanischen Grenze. Wir sind auf dem Heimweg von einem Projektbesuch in Anse-a-Pitre, im Süd-Osten Haitis. Es ist ein bisschen als käme man aus einer anderen Welt. Das Landleben ist ein ganz anderes als das Leben in der “Metropole” Port-au-Prince. (weiterlesen…)

Vietnam: Unterkünfte und Trinkwasser für die Menschen im Mekong-Delta

Dienstag, 03. Juli 2012

Von Guillaume Zangl, Freiwilliger des EU-Projektes EVHAC beim DRK in Vietnam

Seit Anfang April bin ich als Freiwilliger des EU-Projektes EVHAC beim Deutschen Roten Kreuz in Hanoi stationiert. Hochwasser hatte im Herbst 2011 das Mekong-Delta im äußersten Süden des Landes schwer getroffen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert die Unterstützung des DRK und des Vietnamesischen Roten Kreuzes in einem Wiederaufbau-Projekt für die und mit den Opfern der Überschwemmungen. Vor allem Fischerboote, Haus-Reparatur-Kits, Samen und Wasserfilter wurden an die Bevölkerung verteilt. (weiterlesen…)

Haiti: Vom Erdbebenopfer zur Lehrerin für Katastrophenvorbereitung

Donnerstag, 31. Mai 2012

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Yvonne ist 26 Jahre alt und Feldassistentin im DRK-Katastrophenvorsorge-Projekt hier in Haiti. Mir ist noch nie jemand wie sie begegnet. Sie ist ein einzigartiges Beispiel für Belastbarkeit, Engagement und Leidenschaft. In den vergangenen zwei Jahren habe ich so viele Leute in Haiti getroffen, aber sie überrascht mich jeden Tag aufs Neue mit ihrer aktiven und optimistischen Haltung. Sie ist eine unermüdliche Kämpferin.
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Philippinen: Aufräumarbeiten nach Taifun Washi halten an

Dienstag, 15. Mai 2012

Von Clara Straimer, DRK-Delegierte

Seit Mitte April bin ich als Delegierte des Deutschen Roten Kreuzes in Cagayan de Oro auf den Philippinen. Die Stadt im Norden Mindanaos wurde im Dezember 2011 von schweren Überflutungen heimgesucht, die viele Menschen das Leben kosteten. Auch vier Monate danach ist die Zerstörung hier noch sichtbar. (weiterlesen…)