Haiti: Ausflug ins Projektgebiet in Nippes

Von DRK-Delegierter Christina Duschl

Es ist ein schöner, sonniger Tag in Nippes. Wir sind gestern am Nachmittag mit zwei Ausbildern, einem Koordinator und einem Fahrer in die Projektregion gereist, um in drei der sechs Projektgemeinden des DRK Veranstaltungen für Freiwillige Helfer anzubieten, in denen sie Geschichtliches über die Rotkreuz-Bewegung und das Haitianische Rote Kreuz lernen.

Mit dem Boot geht es rüber auf die Halbinsel. (c) Duschl

Mit dem Boot geht es rüber auf die Halbinsel. (c) Duschl

Um sechs Uhr morgens stehen wir auf, frühstücken kurz und machen uns auf den Weg in die am weitesten entfernte Gemeinde, Grand Boucan. Um diese zu erreichen, müssen wir zunächst eineinhalb Stunden mit dem Auto fahren, um dann mit einem kleinen Fischerboot von Petit Trou de Nippes in ca. 30 Minuten zur Halbinsel zu gelangen.

An der Anlegestelle werde wir bereits erwartet. (c) Duschl

An der Anlegestelle werde wir bereits erwartet. (c) Duschl


Als wir an der kleinen Anlegestelle im Zentrum des Ortes ankommen, erwartet uns bereits der lokale Koordinator des Haitianischen Roten Kreuzes und bringt uns zur Schule, in der die Veranstaltung stattfindet. Mit einem kleinen Film über die Entstehungsgeschichte des Roten Kreuzes beginnt die Schulung.

Es sind viel mehr Freiwillige da als erwartet, und an den Eingängen des Klassenraumes stehen Interessierte, die mithören. Es freut mich zu sehen, dass diese Schulung so viele Leute anzieht. Trotz anfänglicher Elektrizitätsprobleme verläuft das Training ohne Zwischenfälle. Die Teilnahme der Freiwilligen ist beeindruckend.

Schulung in Nippes (c) Duschl

Schulung in Nippes (c) Duschl

Am nächsten Tag müssen wir nur bis Petit Trou de Nippes fahren. Die beiden Ausbilder begeistern auch hier mit ihrer Dynamik die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gleichzeitig warten Thierry und ich auf einen Ingenieur, dem wir die verschiedenen Orte vorstelllen wollen, an denen Büros für die lokalen Komitees gebaut werden sollen.
Der Besuch in Petit Trou muss kurz gehalten werden, da der Fahrer vor hohen Wellen auf dem Rückweg warnt. Wir werden herzlich begrüßt und von den Kindern mit großen Augen angesehen.

Als wir an der zukünftigen Baustelle stehen, kommt der Anwalt der Gemeinde hinzu. Er bedankt sich, dass wir hier arbeiten und wiederholt mehrmals, dass das Deutsche Rote Kreuz hier immer willkommen ist.

Der Ingenieur reist am nächsten Tag wieder ab, doch für die Ausbilder, Thierry und mich, steht noch ein langer Tag an. In Anse a Veau sind die an der Schulung besonders Interessiert und stellen viele Fragen. Parallel treffen Thierry und ich die lokalen Koordinatoren der sechs Gemeinden und den regionalen Präsidenten des Haitianischen Roten Kreuzes. Es gilt, die Sensibilisierungskampagnen für die Gemeinden vorzubereiten.

Jedoch bin ich aufgeregt und glücklich, ankündigen zu dürfen, dass mit Hilfe der Eigenmittel des DRK Baraderes als sechste Gemeinde in das laufende Projekt integriert wird, und gleichzeitig ein neues Katastrophenvorsorge-Projekt in Baraderes und Grand Boucan beginnen wird. Der Koordinator weiß zunächst nicht, wie er sich am Besten bedanken soll, und meint schließlich, dass er dem DRK für die Unterstützung des Haitianischen Roten Kreuzes danken möchte, da wir seit langem Baraderes besucht und uns für die Gemeinde eingesetzt haben.

Fahrt übers Meer (c) Duschl

Fahrt übers Meer (c) Duschl

Schon 2008, nach den Hurrikans Gustav, Hanna und Ike hatte das DRK in der Gemeinde Hilfe geleistet. Es ist schön zu hören, dass die Leute froh über unsere und auch meine Arbeit und Engagement in ihren Dörfern sind. Müde, aber zufrieden mit den Ergebnissen des heutigen Tages kehren wir in das Hotel zurück.

3 thoughts on “Haiti: Ausflug ins Projektgebiet in Nippes

  1. MOELLER,Henning

    bin Arzt:AQnästhesiologe und Notfallmediziner;war im Einsatz 2010 je 3 Wochen in MWANZA-Bugando medical Center -Tansania und PORT-au-PRINCE,Tentvillage und Tent Ambulance;
    gibt es erneute Einsatzmöglichkeiten in HAITI?

  2. Dirk

    Es ist schön zu sehen, dass die Spendengelder dort ankommen wo sie gebracuht werden. Es ist bestimmt harte Arbeit, die dort geleistet wird. Einen schönen unterstützenden Gruß aus Deutschland

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