Flüchtlingshilfe in der Türkei: Ein neues Leben in Istanbul

vom DRK-Webteam

Aufgewachsen ist Amena* in Aleppo, doch inzwischen ist ihre Heimatstadt weitgehend zerstört. Jetzt lebt die junge Frau mit ihren drei Brüdern, einer Schwester und ihren Eltern in Istanbul – seit Januar 2013. Die Familie wohnt unter schwierigen Bedingungen in einem feuchten Apartment. „Gern würden wir umziehen, doch viele Hausbesitzer wollen ihre Wohnungen nicht an syrische Familien vermieten“, sagt sie. Trotzdem versucht Amena, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Hilfe bekommt sie im Gemeindezentrum in Sultanbeyli, das vom DRK unterstützt wird. weiterlesen

Neuer Willkommensbereich, bessere Spielecke und mehr winterfeste Unterkünfte: Im Warteraum für Flüchtlinge in Feldkirchen tut sich viel

Von Stefan Bihl, DRK-Kommunikationsdelegierter

Im DRK-Warteraum für Flüchtlinge Feldkirchen ist viel Trubel. Nicht nur weil zahlreiche Flüchtlinge ankommen und registriert werden müssen, sondern auch, weil die Bedingungen vor Ort besser werden sollen. So stehen derzeit 2.523 winterfeste Schlafplätze zur Verfügung, das Ziel jedoch sind 5.000 Übernachtungsplätze, die den Flüchtlingen nach ihrer langen, beschwerlichen Reise die Möglichkeit geben, sich auszuruhen. Deshalb werden unter anderem sieben neue Leichtbauhallen errichtet und auch die Cafeteria wird in Kürze in eine winterfeste Halle umziehen. weiterlesen

Hilfe für syrische Flüchtlinge im „Niemandsland“ zwischen Syrien und Jordanien

Von Melanie Plöger, DRK-Mitarbeiterin

Im „Niemandsland“ – der entmilitarisierten Zone zwischen Syrien und Jordanien mitten in der Wüste – sitzen mehr als 20.000 syrische Flüchtlinge fest und warten auf Einlass nach Jordanien. Jordanien hat die Grenzen offiziell jedoch bereits vor langer Zeit geschlossen. Jeden Tag lässt die Regierung nur ca. 50 der bedürftigsten Flüchtlinge ins Land. Die große Mehrheit harrt seit Monaten in dem kargen Wüstengelände aus und ist dort den widrigsten Umständen ausgesetzt. Sie haben nur einfache Plastikplanen und -zelte zum Schutz, es gibt keine sanitären Anlagen, keinen Strom, keine Nahrungsmittel  Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) versorgt die Flüchtlinge – deren Zahl im November sprunghaft gestiegen ist – seit über einem Jahr mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und den nötigsten Gegenständen (Decken, Kleidung, Hygieneartikel). weiterlesen

Flüchtlingshilfe ganz praktisch: DRK-Delegierte lernen Gabelstaplerfahren

Von Stefan Bihl, DRK-Kommunikationsdelegierter

Es ist zwei Uhr nachts und in der Unterkunft für Flüchtlinge im Warteraum Feldkirchen ist die Heizung ausgefallen. Die Temperaturen fallen unter 15°C. Als der diensthabende stellvertretende Teamleiter informiert ist, macht er sich sofort auf die Suche nach Wolldecken. Im Lagercontainer wird er auch fündig, doch kann er unmöglich eine Palette Kartons mit Wolldecken bewegen. Dazu braucht man einen Gabelstapler. Allerdings schläft der einzige Kollege, der die beiden DRK-Gabelstapler fahren darf, tief und fest in seiner Unterkunft 10 km vom Camp entfernt – Anlass genug, mehrere DRK-Delegierte zu schulen, so dass pro Schicht mindestens ein Kollege mit Gabelstaplerlizenz anwesend ist. weiterlesen

„Ich versuche, nicht alles zu nah an mich rankommen zu lassen, aber es gelingt nicht immer“ – eine Flüchtlingsbetreuerin berichtet

Von Iris Möker, DRK-Kommunikationsdelegierte und Pressesprecherin des DRK-Landesverbandes Brandenburg

„Wir sollten allen Menschen mit Respekt und Liebe begegnen“, sagt Afreen Khan. Die 35-Jährige aus Bangladesch arbeitet als Delegierte für das Rote Kreuz im Warteraum für Flüchtlinge im bayrischen Feldkirchen. „Ich bin ohne Erwartungen hier angekommen“, erzählt sie, „lerne aber jeden Tag viel fürs Leben. Von den Flüchtlingen und auch innerhalb des Rotkreuz-Teams“. Seit Ende September wohnt die junge Frau in einer Pension, zusammen mit 23 anderen Delegierten aus aller Welt. weiterlesen

Kampf gegen Ebola – warum wir weiter in Liberia helfen

Von Mareike Tobiassen, Referentin im Sachgebiet Afrika

Seit März dieses Jahres arbeite ich im DRK-Generalsekretariat als Referentin für Westafrika und bin Teil eines Teams, das zuständig ist für den Ebolaeinsatz, den wir im Auftrag der Bundesregierung seit Oktober 2014 in Liberia und Sierra Leone durchführen.

Dieses Team arbeitete unter Hochdruck an der Koordination und dem Betrieb einer Infektionsklinik in Monrovia und hat zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 65 Mitarbeiter in den Auslandseinsatz gebracht. Unterstützend wurden durch das DRK-Logistikzentrum am Flughafen Berlin Schönefeld drei Hilfsflüge mit Generatoren, persönlicher Schutzausrüstung und medizinischem Equipment nach Sierra Leone und Liberia organisiert. weiterlesen

Philippinen: Sichere Häuser für die Betroffenen des Taifuns Haiyan

von Daniel Rudolf Becker, Bau-Delegierter des DRK auf der Insel Leyte, Philippinen 

Seit 16 Monaten bin ich jetzt in Dulag und Julita auf der Insel Leyte. Kontinuierlich – nur mit wenigen Verzögerungen und geringen Verspätungen – bin ich hier am Bau von 2.133 bleibenden erweiterbaren Häusern, sogenannten Sheltern beteiligt. Insgesamt baut das DRK auf den Philippinen 6.500 Häuser, rund 10 Prozent der Gesamtanzahl, die das Philippinische Rote Kreuz errichten will. weiterlesen

Medizinische Hilfe für Frauen und Kinder in Syrien – das DRK unterstützt eine kleine Klinik in einem Vorort von Damaskus

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter in Beirut

Die kleine Klinik liegt ein bisschen versteckt in einer kleinen Gasse in Dwella, einem Viertel der Hauptstadt Damaskus. Es ist ein dicht besiedeltes  Gebiet, wo die Häuser eng aneinander gebaut sind und zahlreiche kleine Gassen sich durch das Viertel schlängeln.

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„Was würde ich mitnehmen auf der Flucht?” Gedanken zum Hilfseinsatz auf Lesvos

Von DRK-Mitarbeiterin Marilena Chatziantoniou, die die Verteilung von Hilfsgütern in Griechenland für das Deutsche Rote Kreuz koordiniert.

“Was würde ich eigentlich mitnehmen auf der Flucht?” Dieser Gedanke ging mir nicht aus dem Kopf an diesem kühlen, aber sonnigen Novembertag auf der griechischen Insel Lesvos. Man flieht ja nicht vor einem Feuer, einem Erdbeben, bei denen man nicht eine Sekunde Zeit hat zu überlegen. Nein, man flieht vor einem Krieg, der sich in den letzten vier Jahren verschärft hat. Man flieht vor einer Situation, die es einem nicht mehr erlaubt ein Leben ohne Furcht zu leben. Ein Leben in ständiger Angst, dein Haus könnte das nächste sein, das getroffen wird, dein Kind das nächste, das erfriert oder verhungert. Man flieht vor den Bomben, vor dem Tod, vor der ständigen Angst.
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Wenn der Regen ausbleibt – Wasserspeicher für Somalia

Von Benjamin Straube, DRK-Mitarbeiter in Somalia

Es ist Anfang September in Nordwest-Somalia. Und es ist “Hagaa”. So bezeichnet die somalische Bevölkerung die Trockenzeit nach dem jährlichen Monsun, der das karge Land üblicherweise in ein Farbenmeer aus Blüten und Blättern taucht. Nicht so 2015. Der Monsun kam dieses Jahr nicht nur verspätet, sondern fiel auch noch magerer aus als sonst: Dieses Jahr sind nur 25% der normalen Regenmenge vom Himmel gefallen. Dürren sind zwar nichts Unbekanntes für die größtenteils halb-nomadisch lebende Bevölkerung, doch das Leben mit dem Regen wird zunehmend von Landdegradierung und Klimawandel erschwert. weiterlesen