Die Zukunft der humanitären Hilfe – Ein Blick auf den Weltgipfel in Istanbul

von Alexandra Rüth, Referentin Koordination Klimaanpassung

Auf nach Istanbul

Am Samstag, den 21. Mai, packte ich nicht nur meine Koffer, sondern auch Stand-up-Banner, Broschüren, Postkarten etc. und los ging es nach Istanbul. Der erste Humanitäre Weltgipfel (World Humanitarian Summit) begann am Sonntag, den 22. Mai, zunächst mit einer großen Ausstellung. Am Montag, den 23. Mai und Dienstag, den 24. Mai, ging der Gipfel dann mit zahlreichen Veranstaltungen und den Regierungsverhandlungen in die heiße Phase.

Alexandra_Rueth beim World Humanitarian Summit in Istanbul 2016

Alexandra Rüth, DRK, beim World Humanitarian Summit in Istanbul 2016. Foto: DRK

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Togo: Warten auf den Regen

In Togo begleitet unsere Delegierte Andrea Kehrwald ein DRK-Projekt, das Frauen und ihren Familien hilft, ihre landwirtschaftlichen Erträge zu verbessern und so ihr Einkommen zu sichern. Für ein paar Tage lässt sie uns an ihrer Arbeit und ihren Eindrücken teilhaben.

22. April 2016
Es ist fast 22 Uhr und noch 30 Grad – gefühlte 36 Grad laut Wetter-App – und 74 Prozent Luftfeuchtigkeit. Alle warten auf die Regenzeit. Sie sollte schon lange da sein … Klimawandel! Um das lokale Klima zu verbessern, und unter anderem auch zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, haben wir gerade in den ersten 30 Dörfern Baumschulen eingerichtet. 60.000 bis 70.000 Bäume werden es am Ende sein, wenn alle überleben. Dazu kommen 4.500 veredelte Orangenbäumchen für die Mütterclubs. Sie werden zur Ernährung der Familien beitragen und Einkommensquelle sein.

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Zu fünft in einem Zimmer – und bald zu sechst

Leben in einem Camp für 6.000 Binnenvertriebene in der Ukraine

Von Haris Aljevic, DRK-Deligierter in Charkov, Ukraine

Valeria Vasilevna Didenko, 21, aus Alechevsk, einer kleinen Stadt in der Region Lugansk ist eine alleinerziehende Mutter und schwanger. Ihre Tochter Alina wurde am 7. Juni 2014 geboren. Als ihr Freund erfuhr, dass sie wieder schwanger ist, hat er sie verlassen. Vielleicht ist er nach Russland, um dort eine Arbeit zu finden. Valeria wird bald ihr zweites Kind bekommen, ein Kind, das im Flüchtlingsheim das Licht der Welt erblicken wird. Valeria wird dann mit 21 zweifache Mutter sein und sich auch noch um ihre Mutter sowie um zwei Geschwister kümmern müssen. weiterlesen

Erdbeben in Nepal: „Die Zerstörung war verheerend“

Ein Rückblick von Karl-Philip Gawel

Der DRK-Delegierte Karl-Philip Gawel flog zwei Tage nach dem ersten Erdbeben im April nach Nepal, um vor Ort zusammen mit dem Nepalesischen Roten Kreuz (NRK) die Verteilung der deutschen Hilfsgüter zu koordinieren.

Karl-Philip Gawel

Der DRK-Delegierte Karl-Philip Gawel im Erdbebengebiet. Seine Aufgabe: die Verteilung der Hilfsgüter aus Deutschland zu koodinieren. Foto: René Schulthoff/ DRK

Als ich in der Hauptstadt Kathmandu landete, herrschte Chaos: Überall zerstörte Häuser, Schutthaufen, Bilder von Vermissten. Sämtliche Freiflächen schienen von Menschen belagert, die aus Angst vor Nachbeben im Freien schliefen. weiterlesen

Nepal: wertvolle Hilfe

vom DRK-Webteam

Es ist eine harte Zeit für Millionen Menschen, die nach den folgenschweren Erdbeben im April 2015 noch immer in Zelten oder temporären Unterkünften leben – damals wurden 900.000 Häuser beschädigt oder gar zerstört. Um die Menschen zu unterstützen, sich vor der Kälte und Regen zu schützen, haben 53.000 Familien, rund 200.000 Menschen, Bargeldhilfen vom Roten Kreuz erhalten. Zwar war jeder Familie frei gestellt, wofür sie ihre jeweiligen 10.000 Rupien – rund 82 Euro – verwenden, doch 90 Prozent aller Familien haben sich davon Decken und Winterkleidung gekauft. weiterlesen

90 Patienten pro Tag – DRK-Ärzte und Schwestern versorgen in Nordgriechenland Flüchtlinge und leisten medizinische Hilfe

DRK-Mitarbeiter René Schulthoff ist zur Zeit in Nordgriechenland für das Deutsche Rote Kreuz aktiv

Ich bin jetzt seit einer Woche in Nordgriechenland für das DRK als Mitarbeiter im Einsatz. Es ist immer noch kalt in dem Gebiet zur Grenze in die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien — nachts bis 0 Grad, tagsüber nur bis 14 Grad, aber es soll wärmer werden. Etwa 35.000 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern stecken hier im wahrsten Sinne des Wortes seit Wochen fest. Denn das Gebiet um Idomeni ist feucht, der Regen hat die Wiesen in Schlammflächen verwandelt, Zelte und Kleidung durchnässt und das Feuerholz fast unbrauchbar gemacht.

Idomeni Flüchtlinge

Idomeni, Flüchtlinge harren vor der Grenze zur Republik Mazedonien aus. Foto: René Schulthoff / DRK

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Gesundheit ist relativ – vom Alltag in Beirut und in den umliegenden Flüchtlingslagern

Rouven Brunnert, DRK-Beauftragter für Kommunikation im Libanon, macht sich Gedanken über seine Gesundheit. Doch dann findet er das fragwürdig. Denn ein Besuch in den Flüchtlingslagern zeigt, was wirkliche Gesundheitsprobleme sind.

In Beiruts Supermärkten sind ‚Salad Tabs‘ der Renner. Eine Tablette genügt, um das ungeniessbare Leitungswasser von Keimen zu befreien, so die Werbung für die Chlortabletten. ‚Salad Tabs‘ heißen sie deshalb, weil in der traditionellen libanesischen Küche viel Grün gegessen wird, wie zum Beispiel Fattouche: ein Salat mit Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Radieschen sowie ordentlich Essig und Zitronensaft.

DRK-Mitarbeiter Rouven Brunnert in Beirut. Foto: Libanesisches Rotes Kreuz/LRC

DRK-Mitarbeiter Rouven Brunnert in Beirut. Foto: Libanesisches Rotes Kreuz /LRC

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Weltwassertag: Lange Fußmärsche durch Hitze und Wüstensand für das unentbehrliche Nass

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter in Somaliland

Yassin ist Wasseringenieur des Somalischen Roten Halbmondes und verantwortlich für die Umsetzung des DRK-Projektes, das die Auswirkungen der schweren Dürre  in Somaliland minimieren soll. Er prophezeite uns gestern einen anstrengenden Tag und er sollte Recht behalten. Sichtlich geschafft steigen wir aus unserem mit rötlichem Wüstenstaub überzogenen Geländewagen. Fünf Stunden unbefestigte Straßen und das heiße Wüstenklima setzen unserem drei-köpfigen DRK-Team zu. Doch wir haben bereits vier verschiedene Siedlungen im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet besucht. weiterlesen

Das Rückgrat stärken: Rothalbmond-Freiwillige in Somaliland

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter Somaliland

Auf über 20 Jahre Zusammenarbeit blicken das Deutsche Rote Kreuz und seine Schwersterorganisation, der Somalische Rote Halbmond (SRCS) in Somaliland, zurück. Die Republik Somaliland, seit 1991 de facto ein unabhängiges Land, befindet sich im Norden des vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Mitleidschaft gezogenen Somalias. Während viele Menschen, und so auch ich, bei dem Wort Somalia als erstes an einen gescheiterten Staat denken, so assoziiere ich mit “Somaliland” mittlerweile Stabilität, Unabhängigkeit und Hoffnung, gleichzeitig allerdings auch Isolation, Armut und den Kampf ums Überleben. weiterlesen

Hilfe für Menschen in Jordanien: Viele Probleme löst ein Hotline-Service

Ein Interview mit der Feedback- und Beschwerdebeauftragten des DRK: Diana Aqabai

Mit seinem Nothilfe-Programm in Jordanien hat das Deutsche Rote Kreuz auch eine Telefon-Hotline eröffnet. Über diese Hotline können die Menschen, die Hilfe vom DRK erhalten, Informationen über das Programm erfahren, aber auch ihre Anliegen und Beschwerden äußern. Diana Aqabai ist seit August 2015 Feedback- und Beschwerdebeauftragte des DRK vor Ort und berichtet von ihrer Arbeit. weiterlesen