Flüchtlingshilfe ganz praktisch: DRK-Delegierte lernen Gabelstaplerfahren

Von Stefan Bihl, DRK-Kommunikationsdelegierter

Es ist zwei Uhr nachts und in der Unterkunft für Flüchtlinge im Warteraum Feldkirchen ist die Heizung ausgefallen. Die Temperaturen fallen unter 15°C. Als der diensthabende stellvertretende Teamleiter informiert ist, macht er sich sofort auf die Suche nach Wolldecken. Im Lagercontainer wird er auch fündig, doch kann er unmöglich eine Palette Kartons mit Wolldecken bewegen. Dazu braucht man einen Gabelstapler. Allerdings schläft der einzige Kollege, der die beiden DRK-Gabelstapler fahren darf, tief und fest in seiner Unterkunft 10 km vom Camp entfernt – Anlass genug, mehrere DRK-Delegierte zu schulen, so dass pro Schicht mindestens ein Kollege mit Gabelstaplerlizenz anwesend ist. weiterlesen

„Ich versuche, nicht alles zu nah an mich rankommen zu lassen, aber es gelingt nicht immer“ – eine Flüchtlingsbetreuerin berichtet

Von Iris Möker, DRK-Kommunikationsdelegierte und Pressesprecherin des DRK-Landesverbandes Brandenburg

„Wir sollten allen Menschen mit Respekt und Liebe begegnen“, sagt Afreen Khan. Die 35-Jährige aus Bangladesch arbeitet als Delegierte für das Rote Kreuz im Warteraum für Flüchtlinge im bayrischen Feldkirchen. „Ich bin ohne Erwartungen hier angekommen“, erzählt sie, „lerne aber jeden Tag viel fürs Leben. Von den Flüchtlingen und auch innerhalb des Rotkreuz-Teams“. Seit Ende September wohnt die junge Frau in einer Pension, zusammen mit 23 anderen Delegierten aus aller Welt. weiterlesen

Kampf gegen Ebola – warum wir weiter in Liberia helfen

Von Mareike Tobiassen, Referentin im Sachgebiet Afrika

Seit März dieses Jahres arbeite ich im DRK-Generalsekretariat als Referentin für Westafrika und bin Teil eines Teams, das zuständig ist für den Ebolaeinsatz, den wir im Auftrag der Bundesregierung seit Oktober 2014 in Liberia und Sierra Leone durchführen.

Dieses Team arbeitete unter Hochdruck an der Koordination und dem Betrieb einer Infektionsklinik in Monrovia und hat zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 65 Mitarbeiter in den Auslandseinsatz gebracht. Unterstützend wurden durch das DRK-Logistikzentrum am Flughafen Berlin Schönefeld drei Hilfsflüge mit Generatoren, persönlicher Schutzausrüstung und medizinischem Equipment nach Sierra Leone und Liberia organisiert. weiterlesen

Philippinen: Sichere Häuser für die Betroffenen des Taifuns Haiyan

von Daniel Rudolf Becker, Bau-Delegierter des DRK auf der Insel Leyte, Philippinen 

Seit 16 Monaten bin ich jetzt in Dulag und Julita auf der Insel Leyte. Kontinuierlich – nur mit wenigen Verzögerungen und geringen Verspätungen – bin ich hier am Bau von 2.133 bleibenden erweiterbaren Häusern, sogenannten Sheltern beteiligt. Insgesamt baut das DRK auf den Philippinen 6.500 Häuser, rund 10 Prozent der Gesamtanzahl, die das Philippinische Rote Kreuz errichten will. weiterlesen

Medizinische Hilfe für Frauen und Kinder in Syrien – das DRK unterstützt eine kleine Klinik in einem Vorort von Damaskus

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter in Beirut

Die kleine Klinik liegt ein bisschen versteckt in einer kleinen Gasse in Dwella, einem Viertel der Hauptstadt Damaskus. Es ist ein dicht besiedeltes  Gebiet, wo die Häuser eng aneinander gebaut sind und zahlreiche kleine Gassen sich durch das Viertel schlängeln.

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„Was würde ich mitnehmen auf der Flucht?” Gedanken zum Hilfseinsatz auf Lesvos

Von DRK-Mitarbeiterin Marilena Chatziantoniou, die die Verteilung von Hilfsgütern in Griechenland für das Deutsche Rote Kreuz koordiniert.

“Was würde ich eigentlich mitnehmen auf der Flucht?” Dieser Gedanke ging mir nicht aus dem Kopf an diesem kühlen, aber sonnigen Novembertag auf der griechischen Insel Lesvos. Man flieht ja nicht vor einem Feuer, einem Erdbeben, bei denen man nicht eine Sekunde Zeit hat zu überlegen. Nein, man flieht vor einem Krieg, der sich in den letzten vier Jahren verschärft hat. Man flieht vor einer Situation, die es einem nicht mehr erlaubt ein Leben ohne Furcht zu leben. Ein Leben in ständiger Angst, dein Haus könnte das nächste sein, das getroffen wird, dein Kind das nächste, das erfriert oder verhungert. Man flieht vor den Bomben, vor dem Tod, vor der ständigen Angst.
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Wenn der Regen ausbleibt – Wasserspeicher für Somalia

Von Benjamin Straube, DRK-Mitarbeiter in Somalia

Es ist Anfang September in Nordwest-Somalia. Und es ist “Hagaa”. So bezeichnet die somalische Bevölkerung die Trockenzeit nach dem jährlichen Monsun, der das karge Land üblicherweise in ein Farbenmeer aus Blüten und Blättern taucht. Nicht so 2015. Der Monsun kam dieses Jahr nicht nur verspätet, sondern fiel auch noch magerer aus als sonst: Dieses Jahr sind nur 25% der normalen Regenmenge vom Himmel gefallen. Dürren sind zwar nichts Unbekanntes für die größtenteils halb-nomadisch lebende Bevölkerung, doch das Leben mit dem Regen wird zunehmend von Landdegradierung und Klimawandel erschwert. weiterlesen

„Wir hatten so unglaublich große Angst auf unserer Flucht“

Die 27jährige Nezrin aus Aleppo in Syrien berichtet von ihren Erlebnissen auf ihrer Flucht vor der Gewalt in Syrien. Sie hat sicher Lavrio in Griechenland erreicht und wohnt in einem kargen Raum zusammen mit ihrer Familie.

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter

„Wissen sie, es ist so in Syrien, dass sie jeden Tag damit rechnen müssen, dass sie sterben. Deswegen habe ich diese Gefahren der Flucht auf mich genommen. Es kann nur besser werden als in dieser täglichen Gefahr in Aleppo zu leben. Du liegst in Deinem Bett, und es kann jederzeit passieren, dass eine Rakete, eine Bombe dein Haus trifft und du stirbst.“ Das sagt mir eine moderne junge Frau aus Aleppo. Nezrin hat Finanzwesen studiert. In gutem Englisch berichtet sie mir, was sie auf ihrer Flucht aus einer umkämpften Stadt in Syrien erlebt hat. Es ist schwer, alle Details wiederzugeben, so schrecklich und traurig sind diese Informationen. „Ich bin zu Fuß aus Aleppo geflüchtet. Es gibt dort verschiedene Gruppierungen, die dort kämpfen. Ich wusste nicht, ob ich das lebend überstehen würde, aber irgendwie bin ich bis zur Grenze der Türkei gekommen. Es war schrecklich.“ Ich frage sie nicht nach weiteren Details aber meine Vorstellungskraft reicht aus, um mir auszumalen, was die junge Frau allein durchgemacht hat.
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„Unsere Flucht aus Syrien war so anstrengend und gefährlich“

Flüchtlingsfamilien in Griechenland bekommen humanitäre Hilfe des DRK

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter

Mazen und seine Familie sind aus Aleppo, Syrien, nach Lavrio, Griechenland, geflohen. (Foto: René Schulthoff)

Mazen und seine Familie sind aus Aleppo, Syrien, nach Lavrio, Griechenland, geflohen. (Foto: René Schulthoff)

„Etwa 400 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan sind bei uns,“ sagt der Mitarbeiter des Griechischen Roten Kreuzes Vasilis. Er koordiniert die Hilfe in dieser Unterbringung. „Wir haben eine Küche, einen Arzt, wir bieten Sprechstunden mit Sozialarbeitern an und die Kinder können zur Schule gehen. Aber uns fehlt es an Geld und Hygieneartikeln“ sagt Vasilis. weiterlesen

Höhere Maispflanzen, grünere Blätter – neue Anbaumethoden überzeugen

Von Andrea Kehrwald, DRK-Mitarbeiterin in Togo

Feldbesuch in unserem DRK-Entwicklungsprojekt „Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion der Frauen und ihrer Familien in der Region Maritime Togos“ in unserem Projekt-Dorf Adrzalakopé: weiterlesen