Tag Archives: freiwillige

Die Arbeit hat gerade erst begonnen – Emotionen und Eindrücke beim Einsatz in Nepal

von DRK-Mitarbeiterin Marilena Chatziantoniou

An einem warmem Frühlingstag Mitte Mai stieg ich in das Flugzeug von Berlin Richtung Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Die nächsten dreißig Tage würden dem Deutschen Roten Kreuz und der Hilfe für die Menschen gewidmet sein, die von dem schweren Erdbeben betroffen waren, das Nepal am 25. April erschüttert hatte. weiterlesen

Weltflüchtlingstag: Azraq – ein Flüchtlingslager voller Kinder, die nach Hause möchten

Humanitäre Nothilfe des DRK für syrische Flüchtlinge

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter in Beirut

Es ist brütend heiß in der jordanischen Wüste. An diesem Tag über 45 Grad. Azraq liegt 70 Kilometer östlich der jordanischen Hauptstadt Amman. Gebaut für Menschen aus Syrien, die vor der Gewalt in ihrem Land geflohen sind. In Jordanien halten sich derzeit rund 620.000 syrische Flüchtlinge auf. Im Flüchtlingslager von Azraq selbst leben etwa 20.000 Frauen, Männer und vor allem Kinder, eine ganze Kleinstadt. In einem weiteren Flüchtlingslager in Zaatari warten etwa 80.000 syrische Flüchtlinge darauf, eines Tages wieder heimzukehren. weiterlesen

Viele Herausforderungen und ein Nachbeben – bei der Verteilung von Hilfsgütern in Nepal

Von Karl Philipp Gawel, DRK-Mitarbeiter in Nepal

Anreise

Bereits in Istanbul habe ich mich am Flughafen mit Keksen und Trinkwasserflaschen eingedeckt, mangels wirklich verlässlicher Informationen, was mich beim Eintreffen in Kathmandu erwarten würde. Obwohl es von Istanbul nach Kathmandu mit einer Linienmaschine ging, war klar, das ist kein regulärer Flug. Die Mehrzahl der Passagiere waren Pressevertreter oder Hilfskräfte, die sich auf dem Weg in ein unbekanntes Szenario befanden. Je mehr sich das Flugzeugsymbol auf der Bildschirmlandkarte dem Ziel Nepal näherte, wurde mir bewusst, das Folgende ist ungewiss. weiterlesen

Gibt es Hoffnung im Darfur?

Von Dietrich Fischer, ehemaliger DRK-Delegationsleiter im Sudan

Die vier Landcruiser mit der Flagge des Sudanesischen Roten Halbmondes schlingerten über die Sandpisten im Norden des Darfur. Wir DRK-ler aus dem Generalsekretariat in Berlin und der Landesvertretung in Khartoum befanden uns auf dem Weg von El Fasher, der Hauptstadt des Nord-Darfur, nach Mellit, unserem Projektgebiet am Rande der Wüste. Die Luft flirrte bei den 42°C, die hier herrschten, und nur der Fahrtwind brachte etwas Kühlung, denn die Klimaanlage der Fahrzeuge funktionierte schon lange nicht mehr. weiterlesen

2.200 Freiwillige Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes im Einsatz

Zahlen, Daten, Fakten zum Erdbeben in Nepal

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter in Kathmandu

Sie arbeiten unermüdlich, rund um die Uhr, in den entlegensten Gebieten in Nepal – die freiwilligen Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes. Bis heute, 12 Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal, sind 2.200 Freiwillige im Einsatz gewesen und rund um die Uhr damit beschäftigt, dringend benötigte Hilfe zu verteilen, Menschen medizinisch zu versorgen und Verschüttete zu bergen. Über 14.510 Menschen wurden durch das Erdbeben verletzt. Die Zahl der Toten wird von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit 7.264 angegeben. weiterlesen

Nepals Freiwillige im Angesicht der Tragödie: “Wir müssen den Lebenden helfen”

Aus Kathmandu Patrick Fuller, Mitarbeiter der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes

Am 25. April sah Nishal Restha zu Hause in Sitapaila, einem Vorort von Kathmandu, gerade fern, als das Erdbeben das zweistöckige Haus so stark erschütterte, dass es über ihm und seiner Familie zusammenbrach. Irgendwie schaffte er es nach draußen, wo er schließlich kollabierte. weiterlesen

Ein Besuch der DRK-Hilfsprojekte im Jemen: Arbeiten unter Extrembedingungen für den Schutz von Kindern

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter Beirut, Libanon

Als die Autobombe in Jemens Hauptstadt Sanaa explodiert, ist es 6:45 Uhr morgens. Eine dumpfe Explosion. Das klingt wie ein Donner, denke ich, als ich von ihr wach werde. Es ist meine erste Nacht in Sanaa. Ich bin zusammen mit dem Delegierten Ben und der Koordinatorin Julia des Deutschen Roten Kreuzes im Delegationshaus in Sanaa untergebracht. Später erfahren wir, dass es eben kein Donner war sondern ein erneuter Anschlag auf die Polizei im Norden der Stadt. 37 Menschen werden getötet – schreckliche Wirklichkeit in einem vom Konflikt zerrissenem Land auf der Arabischen Halbinsel. weiterlesen

Aus Sierra Leone: “Es sind die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern”

von Prof. Dr. med. Joachim Gardemann, DRK-Mitarbeiter in Sierra Leone

Es sind meistens nicht die großen Opferzahlen, die uns so tief bewegen, sondern die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern. Vor einigen Tagen erreichte uns wieder ein Krankenwagen mit einer von Ebola betroffenen Familie. Im Sichtungsbereich unseres Behandlungszentrums entstiegen dem hinteren Teil des Fahrzeuges die Mutter und zwei verängstigte Kinder. Nach stundenlanger Fahrt im verschlossenen Wagen muss für die neuen Patienten unsere erste Erscheinung in der Schutzausrüstung fremd und erschreckend gewesen sein.  Die junge Mutter blutete bereits aus dem Mund, für uns ein sicheres Zeichen für einen hoffnungslosen Krankheitsverlauf. weiterlesen

“Mein Einsatz hier ist gut und wichtig” – Erfahrungsbericht aus Sierra Leone

Eine gute Woche ist es nun her, dass ich aus Deutschland ausreiste, und ich bin hier Teil eines großen Teams, das die derzeit wohl wichtigste Arbeit zum Schutz der Weltbevölkerung leistet. weiterlesen

Ein Tag im Ebola Treatment Center (ETC) in Kenema, Sierra Leone

von Marcus Richter

Marcus Richter, Mitarbeiter im DRK-Blutspendedienst, startete am 15. Oktober 2014 als erster freiwilliger Helfer nach Sierra Leone.

Die Arbeit geht gut voran, auch wenn es bei cirka 40 Grad ziemlich beschwerlich ist. Aber das lokale Personal ist sehr gut, und es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten. weiterlesen