Tag Archives: freiwillige

Ein Tag im Ebola Treatment Center (ETC) in Kenema, Sierra Leone

von Marcus Richter

Marcus Richter, Mitarbeiter im DRK-Blutspendedienst, startete am 15. Oktober 2014 als erster freiwilliger Helfer nach Sierra Leone.

Die Arbeit geht gut voran, auch wenn es bei cirka 40 Grad ziemlich beschwerlich ist. Aber das lokale Personal ist sehr gut, und es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten.

Auszubauen und zu erweitern gibt es hier immer etwas, allerdings ist die Arbeit im Hochrisiko-Bereich nicht leicht, durch den Schutzanzug ist man sehr bewegungseingeschränkt. Wir tragen drei Paar Handschuhe übereinander, zuoberst die Stülphandschuhe. Damit ist es nicht leicht einen kleinen Schraubendreher zu halten, um zum Beispiel einen Lichtschalter oder eine Lampe zu installieren.

Ebola Treatment Center DRK

Die Arbeit in den Schutzanzügen ist bei der Hitze sehr anstrengend. Foto: Marcus Richter /DRK

Direkt am ersten Abend gab es einen Anruf aus dem ETC. Ein Absperrventil war undicht, das Wasser lief die ganze Zeit. Ich habe einen Fahrer angerufen und bin hingefahren, die Fahrt dauert cirka 30 Minuten. Es war ein Absperrventil bei der Leichenhalle im Hochrisiko-Bereich. Das bedeutete dann also alles draußen vormontieren und den Schutzanzug anziehen, „full PPE“ nennen wir das hier. Wir haben schnell das Ventil getauscht und sind dann wieder raus. Der Sprayer im Ausziehzelt hat mich gut angeleitet und jeden meiner Handgriffe überwacht, sodass ich sicher wieder rauskam.

Die Normalbelegung liegt bei sechs Patienten je Zelt. Fast täglich sterben Menschen im ETC und es kommen auch täglich neue Patienten mit bestätigter Infektion hinzu. Aber es gibt auch schöne Momente. Zum Beispiel wenn jemand die Infektion überlebt hat und durch die „Happyshower“ entlassen werden kann. Der Ausgang für diejenigen die überlebt haben und nicht mehr ansteckend sind, nennen wir hier „Happyshower“. Es ist tatsächlich eine Dusche. Vorher müssen alle Kleidungsstücke abgegeben werden und nach der Dusche gibt es neue Kleidung und ein Zertifikat, dass sie frei von Ebola sind.

Klicken Sie zum Ansehen auf das Video:

Desinfektion eines Krankenwagens

Gesundheitsstation Kenema, Sierra Leone, Desinfektion eines Krankenwagens

Neben dem medizinischen Personal, das im Hochrisiko-Bereich arbeitet, gibt es noch das Lager für Pflegehilfsmittel, eine Apotheke, die Helfer beim An- und Ausziehen der Schutzanzüge, das Reinigungspersonal, das technische Personal, Sicherheitsdienst, Küche  und das Beerdigungsteam. Die Menschen hier in Sierra Leone sind sehr freundlich und hilfsbereit und dankbar für die Unterstützung des Roten Kreuzes.

Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes helfen nach Bombenexplosionen in Beirut

von Raefah Makki, IFRC, und René Schulthoff, DRK in Beirut, Libanon

Es ist 9:55 Uhr, südlicher Stadtteil von Beirut, ganz in der Nähe der Iranischen Botschaft im Jnah Distrikt. Mindestens 19 Menschen werden am Morgen bei zwei schweren Explosionen getötet und mehr als 116 verletzt, so die offiziellen Angaben des Libanesischen Roten Kreuzes. weiterlesen

Als Volunteer in Capacity Building im Kosovo

Von Timo-Chistian Heger, VinCaB-Freiwilliger im Kosovo

Dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich im Deutschen Roten Kreuz zu engagieren, war uns allen bereits klar. Schließlich waren wir alle vier – Raimund, Christof, Carsten und ich – schon länger im Sanitäts-, Rettungs- und Betreuungsdienst aktiv. Als Experten für den Bevölkerungsschutz bringen wir uns tagtäglich für unsere Mitmenschen ein, egal ob auf kleinen und großen Veranstaltungen, im Rettungswagen oder beim Fluteinsatz. weiterlesen

Mit dem Deutschen Roten Kreuz nach Kolumbien

Von Hannes Klaus, Teilnehmer des VinCaB-Projektes

Riohacha, eine Stadt im Nordosten Kolumbiens, beherbergt über ein halbes Jahr freiwillige Helfer des sogenannten VinCaB-Projektes. „VinCaB“, diese Abkürzung steht für Volunteers in Capacity Building und die Freiwilligen sind Teil eines Pilotprojektes, das vom Deutschen Roten Kreuz unter Beteiligung anderer nationaler Hilfsgesellschaften ins Leben gerufen wurde. weiterlesen

Haiti: Vom Erdbebenopfer zur Lehrerin für Katastrophenvorbereitung

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Yvonne ist 26 Jahre alt und Feldassistentin im DRK-Katastrophenvorsorge-Projekt hier in Haiti. Mir ist noch nie jemand wie sie begegnet. Sie ist ein einzigartiges Beispiel für Belastbarkeit, Engagement und Leidenschaft. In den vergangenen zwei Jahren habe ich so viele Leute in Haiti getroffen, aber sie überrascht mich jeden Tag aufs Neue mit ihrer aktiven und optimistischen Haltung. Sie ist eine unermüdliche Kämpferin.
weiterlesen

Haiti: Ausflug ins Projektgebiet in Nippes

Von DRK-Delegierter Christina Duschl

Es ist ein schöner, sonniger Tag in Nippes. Wir sind gestern am Nachmittag mit zwei Ausbildern, einem Koordinator und einem Fahrer in die Projektregion gereist, um in drei der sechs Projektgemeinden des DRK Veranstaltungen für Freiwillige Helfer anzubieten, in denen sie Geschichtliches über die Rotkreuz-Bewegung und das Haitianische Rote Kreuz lernen. weiterlesen