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Was Kängurus mit Neugeborenen in Haiti zu tun haben

Das ist Kangarooing! © DRK

Oliver Bartelt ist Kinderarzt und seit Mitte April im Feldhospital in Port au Prince tätig. Er hat bereits fünf Jahre im Bereich Neonatologie in den DRK-Kliniken Westend gearbeitet. Neonatologie ist ein Zweig der Kinderheilkunde, der sich mit Neugeborenenmedizin und –versorgung befasst. In seinem Beitrag berichtet er über seine Erfahrungen und Eindrücke in dem Krankenhaus. weiterlesen

Techniker Christian Ehser berichtet aus dem DRK-Feldhospital in Carrfour

von Christian Ehser

Christian Ehser arbeitet als Techniker im DRK-Krankenhaus in Carrefour © Stefan Trappe, DRK

Die Regenzeit steht bevor

Die vergangenen Wochen waren für uns Techniker im Hospital sehr anstrengend und arbeitsreich. Ich erinnere mich noch gut an unsere Anreise. Es war unerträglich heiß draußen und wir kamen nur im Schneckentempo vorwärts, denn die Staßen waren verstopft und zerstört. Als wir dann im Fußballstadion von Carrefour  ankamen, wo das DRK-Feldhospital steht, wurden uns die Prioritäten unserer Arbeit sehr schnell klar – unser Krankenhaus muss für die Regenzeit präpariert werden!

Mit Hand ans Werk – Technische Versorgung des Krankenhauses in Carrefour

Mit insgesamt 13 lokalen Mitarbeitern haben wir Drainagen gegraben und ein Abwassersystem entwickelt. Dafür wurden bis jetzt ca. 150m3 Erdreich mit bloßen Händen bewegt und mit genauso viel Kies wieder aufgefüllt. Der Kies kommt wiederum aus einem lokalen Kieswerk, in dem hunderte Arbeiter aus einem Flussbett mit der Hand die Steine nach Größe sortieren und mit Eimern auf große LKWs laden – nur ein kleines Beispiel dafür, wie einfach und arm das Leben hier geführt werden muss.

Zu dem Drainagesystem kommen natürlich noch viele anderen Arbeiten, die grob in drei Bereiche gegliedert sind: Zum einen müssen Generatoren das Krankenhaus mit Strom versorgen.. Dann wird Trinkwasser für das Krankenhaus und das Base Camp aufbereitet, wobei auch sanitäre Anlagen (Latrinen und Duschen) für die Patienten und Mitarbeiter benötigt werden. Und schließlich gibt es den Schreinerei- und Hausmeisterservice. Er baut die Regale, Mülleimer, Zäune, Latrinen und überhaupt all das, was es nicht auf dem lokalen Markt gibt.

Alle helfen mit – ohne lokale Mitarbeiter geht nichts

Das alle wäre unmöglich zu schaffen ohne die Hilfe der vielen lokalen Mitarbeiter, die wir schulen, damit sie diese Arbeiten einmal alleine übernehmen können. Für unsere lokalen Mitarbeiter ist das nicht immer einfach. Die meisten von ihnen haben selbst alles durch das Erdbeben verloren. Oft haben sie gerade mal eine  Plane, aus der sie eine Unterkunft gezimmert haben und unter dieser mit einer siebenköpfigen Familie leben. Diese Plane schützt allerdings kaum vor dem Regen. In der Nacht ist es auch nicht immer ruhig auf den Straßen, was natürlich dann in absolutem Schlafmangel und Erschöpfung endet. Da ist von unserer Seite sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt, z.B. wenn sie mal langsamer sind, als man es erwartet oder sie viele Pausen machen.

Die Hitze ist unerträglich

Auch die permanenten Hitze macht uns allen schaffen. Besonders für alle Rotkreuzler mit hellem Hauttyp bleiben da Sonnenbrände trotz Sonnenschutz nicht aus. Zusätzlich heizen sich unsere Zelte, der einzige Schattenspender, den es gibt, tagsüber stark auf – manchmal bis zu 70 Grad Celsius.

Aber nicht nur der Mensch, sondern auch unsere Maschinen leiden unter der Hitze und den äußeren Umständen. Unsere Kühlschränke müssen mittlerweile von außen mit Ventilatoren zusätzlich gekühlt werden, um störungsfrei laufen zu können und der feine, omnipräsente Staub von den Aufräumarbeiten und den täglichen Müllverbrennungsfeuern auf den Straßen belastet nahezu alle technischen Geräte.

© Stefan Trappe, DRK

Gemeinsam für den guten Zweck

Ansonsten ist die Stimmung im Team großartig und wir sind alle sehr glücklich, mit Rotkreuzlern aus aller Welt und den Haitianern an einem Strang zu ziehen. Wir dürfen erleben, wie so viele Menschen unser Krankenhaus, eine kleine Oase inmitten des totalen Chaos, mit einem Lächeln verlassen. Einen schöneren Dank kann es nicht geben. Ohne uns hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Überlebenschancen!

Marcus Sting über die Arbeit im Feldhospital in Carrefour

Marcus Sting aus Westfalen-Lippe ist seit gut einer Woche als Base Camp Manager für das DRK in Haiti. In einer Email schilderte er uns die Eindrücke seiner ersten Tage:

Marcus Sting, Base Camp Manager aus Westfalen-Lippe © Stefan Trappe, DRK

“Mittlerweile arbeiten im Rotkreuzkrankenhaus in Carrefour Delegierte aus der ganzen Welt, wie z.B. aus Deutschland, Finnland, Belgien, Niederlande, Australien, Hongkong, Haiti, Qatar, Schweiz, Österreich und Kanada . Die über 80 Delegierten leben im Base Camp direkt neben dem Rotkreuzkrankenhaus. Das Basecamp ist eine eigene Emergency-Response-Einheit, um in Katastrophengebieten für eine Vielzahl von Helfern eine Unterkunft bereit stellen zu können.

Fast jeden Tag reisen Delegierte ab und gleichzeitig kommen die Ablösungen für die nächsten 3-4 Wochen an.  Da nicht alle Delegierte zur  gleichen Zeit nach Haiti gereist sind, überlappen sich die Einsatzzeiten. Die Größe des Krankenhauses erfordert eine nicht unerhebliche Anzahl von Ärzten, Ärztinnen, Krankenschwestern und Krankenpflegern, Technikern, Elektrikern und Spezialisten.

Luxus im Basecamp

“Luxus” wird hier im Base Camp nur in einem geringen Rahmen geboten. Zu diesem Luxus gehören selbstgegrabene Toiletten, Duschen mit kaltem Wasser, ein Waschraum und eine kleine Feldküche. Um 5 Uhr morgens kehrt langsam Leben ins Base Camp ein. Denn die Schichten auf den Krankenstationen beginnen um 6 Uhr. Meistens kann  man durch die Hitze in der Nacht sowieso nicht länger schlafen. Das Küchenteam fängt bereits um 3 Uhr in der Früh mit den  Vorbereitungen für das Frühstück an. Bei über 80 Delegierten muss täglich einiges organisiert werden. Die Techniker des Krankenhauses sorgen selber für die Produktion von Trinkwasser und kümmern sich um die Generatoren, damit das Krankenhaus und das Basecamp genug Strom zu Verfügung haben. Es ist eine gewaltige Organisation nötig, die neben dem medizinischen Krankenhausbetrieb durchgeführt werden muss. Der Müll muss entsorgt werden, die Toiletten und Duschen müssen gereinigt werden und es müssen z.B. Sickergruben für das Abwasser gebaut werden.

Sicherheit im Krankenhaus – selbstgemacht

Zur Zeit befassen wir uns mit Plänen für die Ausschilderung von Notausgängen, Kennzeichnungen von Feuerlöschern und Löschwasserleitungen. Eine Feuerwehr gibt es nämlich hier in Carrefour nicht. Bei 80 Delegierten, lokalen Mitarbeitern in der Technik, im Krankenhaus und in der Küche und den vielen Patienten kann schnell einmal ein Feuer ausbrechen. Da das Krankenhaus und das Basecamp nur in Zelten untergebracht ist, könnte es schnell zu einer Katastrophe kommen. Da Ende März die Regenzeit anfängt, wird zur Zeit alles vorbereitet, um den Krankenhausbetrieb und das Base Camp weiter betreiben zu können. Die Techniker graben Wege, die mit Kies aufgefüllt werden, und bauen Drainagen, damit die Zelte bei starkem Regen nicht überschwemmt werden.

Alles in allem ist es ein großes Zeltlager. Für mich ist es am eindrucksvollsten, das aus so vielen Ländern Rotkreuzhelfer nach Haiti kommen, die sich noch nie im Leben gesehen haben und zusammen in diesem Krankenhaus arbeiten und ein Ziel verfolgen: Den Menschen alleine nach dem Maß ihrer Not zu helfen.”

Gardemann in Haiti: Barfuß zur Not-Operation

Nachfolgend ein schöner Beitrag aus der Münsterschen Zeitung über den Rotkreuz-Helfer Joachim Gardemann:

Das Hemd wechselte, doch die braune Weste hatte Joachim Gardemann bei seinem Einsatz im Krisengebiet von Haiti fast immer an. Auch als er in kurzen Hosen, mit nackten Füßen und Instrumenten, die Schwestern hektisch aus Kisten suchten, zwei Schussopfer operierte.

Das DRK-Feldhospital auf einem Fußballfeld in Carrefour, Haiti © Stefan Trappe, DRK

Die Kranken warteten nicht, bis das Rote Kreuz sein Hospital in einem Fußballstadien in der Hafengegend Carrefour errichtet hatte. Sie waren da. Immer. Überall. Menschen, die gerade erst operiert worden waren oder dringend eine Operation benötigten, lagen auf Straßen und in Parks, als der Münsteraner mit seinem Team in Haiti ankam. „Wenn sie keine Angehörigen hatten, die sich um sie kümmerten, sind sie verhungert oder verdurstet“, sagt Gardemann. Vier Wochen hatte der Kinderarzt als medizinischer Leiter im mobilen DRK-Krankenhaus gearbeitet. Sonntag war er von seinem achten Kriseneinsatz zurückgekehrt. Am Mittwoch berichtete er von seinen Erfahrungen.

Haiti sei nach Ruanda sein zweitschwierigster Einsatz gewesen. Nichts habe funktioniert, nichts sei vor Ort gewesen. Um 100 Liter Diesel zu besorgen, sei ein Mitarbeiter mitunter einen Tag unterwegs gewesen. Das Krankenhaus verbraucht für den Stromgenerator und die Autos 300 Liter am Tag. „Wenn wir eine Blutkonserve aus dem zwei Kilometer entfernten haitianischen Krankenhaus holen mussten, dauerte es aufgrund der zerstörten Straßen und fehlender Verkehrsregeln ebenfalls einen Tag“, sagte Gardemann. „Das war extrem frustrierend.“

Drei-Jahres-Plan

Die haitianische Gesundheitsversorgung sei katastrophal, viel schlechter als in Kenia oder Tansania. Das Rote Kreuz entwickelt deshalb einen Drei-Jahres-Plan für die Hilfe vor Ort und sucht zunächst ein Gebäude, in das das mobile Krankenhaus vor Beginn der Regenzeit im April ziehen kann. „Schon am 28. Januar, 16 Tage nach dem Erdbeben, hatten wir mehr Patienten mit Blinddarmentzündungen, Geburten, Herzinfarkten oder Schussverletzungen als Erdbebenopfer“, so Gardemann. Dazu kommen 40 bis 50 Malaria-Fälle pro Tag, weil fast 80 Prozent der Haitianer unter freiem Himmel leben.

Ruhepausen fanden die 80 Mitarbeiter kaum. „Wir waren nahezu 24 Stunden im Dienst und immer über Funk miteinander verbunden“, sagt Gardemann. „Anders funktioniert die Hilfe nicht.“

Quelle: Münstersche Zeitung

Claus Muchow: Intensivstation komplett belegt

In den Ruhr-Nachrichten erschien am 4. Februar ein schöner Artikel über den Rotkreuz-Helfer Claus Muchow. Hier der Original-Text mit freundlicher Genehmigung der Ruhr-Nachrichten:

Portraitfoto von Claus Muchow in roter Rotkreuz-Weste

Claus Muchow, für das DRK als Technischer Leiter in Haiti im Einsatz (c) Stefan Trappe, DRK

Claus Muchow, für das DRK als Technischer Leiter in Haiti im Einsatz, ist mit dem Fortschritt der Arbeiten an dem neuen mobilen Krankenhaus im Fußballstadion von Carrefour ganz zufrieden: „Es ist immer noch ein Provisorium, aber es läuft.“

Seine aktuelle Bilanz: 60 Patienten werden dort rund um die Uhr stationär betreut, die zehn Betten der Intensivstation sind komplett belegt. Muchow: „Hier laufen etwa zehn Operationen am Tag, zudem werden etliche Patienten ambulant versorgt.“ Erstmals waren es am Dienstag 200 Menschen, die Hilfe suchten. Und es werden noch mehr, glaubt Muchow: „Dass es uns gibt, macht jetzt die Runde.“

Medizinische Bandbreite

Und behandelt wird das ganze medizinische Spektrum. „Wir hatten natürlich Opfer des Erdbebens, die sich beim Bergen Beine oder Becken gebrochen, oder anders verletzt haben, aber auch ganz normale Patienten.“ Muchow listet auf: Blinddarm-Operationen, Zwillingsgeburten, Steißlagen – einfach alles. Man habe sich mittlerweile zu so etwas wie einem Kreiskrankenhaus entwickelt.

Luftaufnahme eines Fußballfeldes mit ca. 30 Zelten

Das mobile Krankenhaus des DRK in Carrefour, Haiti (c) Keppeler, DRK

Das bedeutet aber auch, dass das Krankenhaus nicht allen Anliegen entsprechen kann. „Wir müssen auch Leute abweisen. Für die reine Pflege zum Beispiel sind andere Strukturen da.“ Muchow und sein Team sind derweil damit beschäftigt, die Infrastruktur des Hospitals weiter auf Vordermann zu bringen – Abwasser-Entsorgung, Elektrizität. „Die Wäscherei hat gerade eröffnet, allein durch die OPs sind ganze Berge an Wäsche zusammengekommen“, erzählt der DRK-Katastrophenhelfer.

Positive Perspektiven

Und sein persönlicher Arbeitsalltag hat sich auch verbessert: „Ich nähere mich langsam wieder einem 12-Stunden-Tag, der Druck wird weniger.“ Und wenn er schon professionell eine positive Entwicklung feststellen kann, sieht das für Claus Muchow ganz privat auch nicht anders aus: „Ich habe gerade die Flugpläne bekommen und bin sehr optimistisch, dass ich am 15. Februar wieder zurück in Steinfurt bin.“

Dann erwartet ihn ein wahrlich bizarres Kontrastprogramm zu den Wochen zuvor – an dem Datum ist Rosenmontag.

Quelle: Ruhr-Nachrichten

Ein kurzer Bericht von Prof. Gardemann, Kinderarzt im Hospital in Carrefour, Haiti

Joachim Gardemann ist Kinderarzt im mobilen Krankenhaus des DRK in Carrefour in Haiti. Zuvor war bereits im Sudan, Iran, auf  Sri Lanka und in China. Hier schildert er die Begegnung mit einer Patientin und die Lebensumstände der Haitianer.

Joachim Gardemann mit seinem kleinen Patienten (c) Stefan Trappe, DRK

“Auf dem Foto sieht man ein kleines Kind, das mit starker Unterernährung ins Feldhospital eingeliefert wurde. Die junge Mutter ist allein erziehend, ihr Haus wurde durch das Erdbeben völlig zerstört. Es ist ihr erstes Kind, mit dem sie seit dem Erdbeben auf der Straße unter einer gespendeten Plastikplane lebt. Die einzige Unterstützung erhält die Frau durch ihre Mutter, die sie auch auf Station bei der Pflege ihres Kindes ablöst. Hier in Haiti ist es üblich, dass die Familie sich um die Pflege und Versorgung der kranken Angehörigen kümmert. Für uns in Deutschland kaum vorstellbar, aber die Angehörogen verbringen Tage auf dem Boden neben dem Bett, um für Essen zu sorgen, den Angehörigen zu waschen, ihm frische Wäsche zu bringen.

Ich denke immer: ‘Der Mensch schaut dich an und du bist gezwungen dich zu entscheiden’. Ich habe mich entschieden zu helfen, dem kleinen Leben Sicherheit und Halt zu geben, es nicht fallen zu lassen. Wir versuchen hier alle über die momentane, medizinisch angemessene Hilfe hinaus eine Botschaft von Hoffnung und Solidarität zu vermitteln. Ich bin überzeugt, dass  schon diese Erfahrung den Menschen, die zu uns ins Rotkreuz-Hospital kommen Kraft geben und ihren Überlebenswillen stärkt. Das ist es, was die Menschen dringend benötigen, um die Folgen des schrecklichen Erdbebens besser bewältigen zu können.”

DRK-Delegierte rettet zwei durch Schüsse verletzte Patienten

Seit dem 16. 1. ist Ann-Christine Schulz in Haiti und hat in ihrer Funktion als FinAdmin Delegierte zunächst die Basisgesundheitsstation (BHCU) des DRK mit aufgebaut und betrieben, dann dasselbe seit 24. 1. mit dem Field Hospital im Fußballstadion von Carrefour westlich von Port-au-Prince.

Bei ihren täglichen Verwaltungs- und Einkaufsfahrten in Port-au-Prince pendelt Ann-Christine zwischen dem Base Camp, der BHCU und dem 15 km entfernten Feldhospital. Als sie mit ihrem Wagen am Alten Markt von Port-au-Prince vorbei kommt, liegt dort ein blutüberstömter Mann auf der Straße, um den sich aber offensichtlich niemand kümmert. Es hatte eine Schießerei gegeben und dieser Mann war getroffen worden.

ein verletzter Mann liegt auf einer Trage, die von mehreren Helfern getragen wird

Feldhospital Port-au-Prince. Patienten mit Schussverletzungen werden zum Op transportiert. (c) Stefan Trappe, DRK

Ann-Christine entscheidet, dass sie als Rotes Kreuz unbedingt helfen muss und nach kurzer Rücksprache mit Holger Schmidt per Funk kriegt sie die Order den Patienten mit ins Field Hospital zu bringen. Plötzlich kommen Passanten gerannt und bringen einen zweiten, blutenden Patienten zum DRK-Landcruiser. Die Polizei bahnt dem Krankentransport einen Weg durch die hoffnungslos verstopften Straßen. Im Field Hospital laufen währenddessen die Vorbereitungen für die erste Notaufnahme auf Hochtouren: die Ambulanz wird eingerichtet, Medikamente, Spritzen, Infusionen, Verbandsmaterial, chirurgisches Besteck werden bereit gelegt, Ärzte, Schwestern und Helfer gehen in Stellung. Der DRK-Landcruiser fährt ins Stadion = Feldhospital ein und hält direkt vor der Ambulanz, wo die beiden Patienten ausgeladen und auf zwei Versorgungsliegen gelagert werden. Hier übergibt Ann-Christin die beiden Patienten an das medizinische Personal – ihre Aufgabe ist damit beendet.

Beide Patienten werden chirurgisch versorgt. Zu dieser Zeit existiert keine andere Gesundheitseinrichtung in Haiti mit vergleichbarem medizinischem Versorgungsspektrum.