Tag Archives: haiti

Haiti: Yaya sagt: “Das Leben wird besser”

Von Federico Carboni, DRK-Delegierter

Eliamene Petit-Frère alias Yaya ist 115 Jahre alt. Yaya lebt im Dorf Kolo Kolo, westlich von Leogane. Ihr Haus wurde während des Erdbebens vollständig zerstört. Schon vor dem Erdbeben war es um die Gesundheit der 115-Jährigen nciht so gut bestellt. Als Diabetikerin hatte sie bereits vor einigen Jahren ein Bein verloren und auch ihre Sehkraft lässt immer mehr nach. Dennoch behielt sie sich ihren wunderbaren Geist und großartigen Humor, wie wir bei all unseren Besuchen  immer wieder feststellen. weiterlesen

Wirbelsturmsimulation – Probe für den Ernstfall in Haiti

Von David Kenealy, DRK-Delegierter in Haiti
Unser Zeitplan für die Durchführung einer Wirbelsturmsimulation im Department Nippes in Haiti hätte nicht perfekter sein können: Keine Woche verging zwischen dem Ende der Übung und der tatsächlichen Ankunft des Tropensturms Isaac, der direkt über Haiti hinwegging. Die Übung war somit ein hervorragender „Probelauf“ im Vorfeld der realen Ereignisse. weiterlesen

Haiti – zweieinhalb Jahre nach dem Erdbeben

Von Emmanuelle Le Roy, WASH Project Manager

Die Lage in der Hauptstadt Port-au-Prince und im Département de l’Ouest ändert sich sichtbar: Seit mehr als zwei Jahren bietet Haiti in den vom Erdbeben zerstörten Regionen den Anblick einer Landschaft, die von Plastikplanen aller Größen und Qualitäten und mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen beherrscht wird. Mit den Planen kann man so viel machen: Man kann ein Haus abdecken, eine Toilette abgrenzen, einen Hühnerstall oder ein Feld vergrößern, eine sichere Unterlage für das Gemüse schaffen, wenn man es auf dem Markt oder an der Straße verkaufen möchte und man kann sogar Klassenzimmer mit ihnen improvisieren. Es gibt sie wirklich überall. Ich vermag mir den Profit der Hersteller und Vertreiber dieser Plastikplanen gar nicht vorzustellen! weiterlesen

Haiti – Erfolg der Interventionsteams und ihrer Vorsorgemaßnahmen

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Nicht mehr lange, und meine Zeit und Aufgabe hier in Haiti sind beendet. Nun hatte ich vor einigen Tagen eine gute Gelegenheit, mein Projekt und meine Arbeit des vergangenen Jahres zu beurteilen.
Der Tropensturm Isaac näherte sich Haiti. Es war der Moment, wo sich beweisen sollte, ob sich das, was ich in den letzten zwölf Monaten getan hatte, tatsächlich bewähren würde. Isaac wütete ganz in der Nähe unseres Hauses und hinterließ 24 Tote, 42 Verletzte und 1.400 zerstörte Häuser, zerstörte Lebensgrundlagen und ein vielfach erhöhtes Risiko von Cholera im Westen und Süden des Landes. Wir befinden uns im Westen Haitis.
Aber was passierte in den Gemeinden, in denen ich das Projekt der Katastrophenvorsorgemaßnahme implementiert hatte? Hier gab es keine Toten, keine Verletzten! weiterlesen

Rückblick: Anlieferung der Gerätschaften für Haitis neue Blutbank

Von Christian Noske, Logistik-Delegierter in Haiti

Endlich, es ist soweit. Die Anlieferung von medizinischen Geräten zum Aufbau einer Blutbank in Haiti, die seit vielen Monaten vorbereitet wurde, soll endlich stattfinden. Die drei Container haben eine mehrwöchige Schiffsreise hinter sich, sie haben den haitianischen Zoll passiert und sind nun auf dem Weg, ihren Inhalt am endgültigen Ziel auszuliefern.
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Projektbesuch in Anse-a-Pitre

Von Wolf-Christian Noske

Die Sonne steht hoch am Horizont. Unser weißes Kraftpaket ackert sich durch das trockene Flussbett. Wie durch eine weiße Steinwüste führt uns der holprige Pfad gen Norden, immer weiter weg von der dominikanischen Grenze. Wir sind auf dem Heimweg von einem Projektbesuch in Anse-a-Pitre, im Süd-Osten Haitis. Es ist ein bisschen als käme man aus einer anderen Welt. Das Landleben ist ein ganz anderes als das Leben in der “Metropole” Port-au-Prince. weiterlesen

Haiti: Vom Erdbebenopfer zur Lehrerin für Katastrophenvorbereitung

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Yvonne ist 26 Jahre alt und Feldassistentin im DRK-Katastrophenvorsorge-Projekt hier in Haiti. Mir ist noch nie jemand wie sie begegnet. Sie ist ein einzigartiges Beispiel für Belastbarkeit, Engagement und Leidenschaft. In den vergangenen zwei Jahren habe ich so viele Leute in Haiti getroffen, aber sie überrascht mich jeden Tag aufs Neue mit ihrer aktiven und optimistischen Haltung. Sie ist eine unermüdliche Kämpferin.
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Haiti-Assessment: Herausfinden, welche Art der Hilfe in den Gemeinden benötigt wird

Von David Kenealy, Delegierter In Nippes, Haiti

Als ich in Haiti ankam, wurde ich von zwei Dingen überrascht. Erstens von der Geschwindigkeit, mit der ich aus dem Flugzeug, durch den Zoll und zu meinem Gepäck kam, um vor dem Flughafen auf die Suche nach dem DRK-Auto zu gehen. Zweitens von der Intensität Haitis, die einen an der Ausfahrt des Flughafens mit der unmittelbaren Realität der Menschen konfrontiert, die immer noch auf der Straße leben. weiterlesen

Haiti: Abgelegene Gemeinde Jean Dumand baut Gesundheitsposten

Von Oleg Blinnikov, Delegierter in Haiti

Jean Duman ist ein Stadtteil von Arcahaie in den Bergen von “Chain de Mateux”, ca. 80 Kilometer von Port-au-Prince entfernt. Es gibt rund 3.500 Haushalte und 21.000 Einwohner in diesem abgelegenen Tal. Das Gebiet ist schwer zugänglich, weil es keine guten Straßen gibt. Zudem führen nur wenige der Flüsse in der Regenzeit ausreichend Wasser. weiterlesen

Wiederaufbau Haiti: Jeder packt mit an

Von DRK-Referent Wolfgang Friedrich

Seit dem Erdbeben 2010 ist viel passiert in Leogane. Ich erinnere mich, als es losging. An einem Montag im August 2011 war es soweit. Die ersten von insgesamt 326 Unterkünften sollten im Dorf Bellevue, 20 km westlich von Leogane, aufgebaut werden. Es war die erste Unterkunft für einige Familien, die seit dem Erdbeben obdachlos waren. weiterlesen