Schlagwort-Archiv: Medizinische Versorgung

Nepals Freiwillige im Angesicht der Tragödie: “Wir müssen den Lebenden helfen”

Aus Kathmandu Patrick Fuller, Mitarbeiter der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes

Am 25. April sah Nishal Restha zu Hause in Sitapaila, einem Vorort von Kathmandu, gerade fern, als das Erdbeben das zweistöckige Haus so stark erschütterte, dass es über ihm und seiner Familie zusammenbrach. Irgendwie schaffte er es nach draußen, wo er schließlich kollabierte. weiterlesen

Ebola und andere Bedrohungen – warum unsere Hilfe immer noch wichtig ist

Von Regine Reim, DRK-Mitarbeiterin in Monrovia, Liberia

Seit Mitte Februar ist Regine Reim (46), ehrenamtliche Helferin in der DRK-Bereitschaft Beuel, im Einsatz in Monrovia an der westafrikanischen Küste Liberias. Im Behandlungszentrum des DRK arbeitet sie gemeinsam mit ihrer einheimischen Kollegin Sackorline Tandanpolie und 110 weiteren liberianischen Kollegen und leitet den Bereich ‘Infektionskontrolle, Seuchenvorsorge und Hygiene’. weiterlesen

Eindrücke aus Kenema: Mit Brot und Keksen ein Lächeln schenken

Von Dirk Fassbender, DRK-Mitarbeiter in Kenema, Sierra Leone

Mein erster Dienst alleine. Ich habe Spätdienst. Zu Beginn der Schicht sehe ich einen neunjährigen Jungen in einem der Zelte außerhalb des Risikobereichs sitzen. Er scheint geheilt zu sein und darauf zu warten, dass er nach Hause kommt. Dass es so schnell geht habe ich nicht gedacht, aber offenbar scheint er die 21-tägige Inkubationszeit hinter sich zu haben. Ich winke ihm zu und er winkt schüchtern zurück. weiterlesen

Ebola-Einsatz-Tagebuch: Zum Jahreswechsel in Liberia

Von Christoph Dennenmoser, DRK-Mitarbeiter in Monrovia, Liberia

20.12.14
Heute sind in Liberia Senatswahlen. Da Verkehrschaos befürchtet wird, bestellen wir unsere lokalen Helfer heute nicht zu uns ein. Es gilt sicherheitshalber auch eine „No Movement Policy“, also ein Verbot, den Bereich der ETU (Ebola-Behandlungsstation) zu verlassen. Würde eh keinen Sinn machen, weil ja die meisten Läden geschlossen haben dürften. weiterlesen

Amnahs erste Schritte

Von René Schulthoff, DRK-Delegierter Beirut, Libanon

Als erstes sehe ich die kleinen Zehennägel und dann das eingegipste Bein, das sich langsam durch die Tür schiebt. Dann erscheint das zierliche syrische Mädchen mit seinen dünnen Armen, die Hände um die Reifen eines Rollstuhls geklammert. Langsam und mühselig schiebt sich die neunjährige Amnah über den Flur des Krankenhauses im Flüchtlingslager Azraq in der jordanischen Wüste. Ihre Geschichte ist schockierend. weiterlesen

Geschafft! Die dreijährige Doris darf nach Hause

Von DRK-Mitarbeiter Prof. Joachim Gardemann

Am Mittwoch, dem 19. November konnten wir die kleine Doris (3 Jahre) nach glücklich überstandener Ebola-Erkrankung geheilt wieder zu ihrer Großmutter nach Hause entlassen. Nach klinischer Heilung, zweifach negativem Laborbefund und anschließender ausgiebiger körperlicher Reinigung („Happy Shower“) können wir die überlebenden Patienten erstmals wieder direkt berühren, denn nun sind sie ganz sicher ebolafrei. weiterlesen

Jose Valdivias: Die Lebensgeschichte eines Leprakranken

Von DRK-Referentin Leona Keyl

Bei einem meiner Besuche eines DRK Projektes in Peru traf ich auf die Lebensgeschichte von Jose Valdivias. Jose verbrachte den Großteil seines Lebens in San Pablo, einer kleinen Gemeinde am Amazonas. Diese Geschichte hat mich tief beeindruckt und deshalb möchte ich sie an dieser Stelle wiedergeben. weiterlesen

Sri Lanka: Nach Tsunami und bewaffnetem Konflikt

Von DRK-Delegiertem Andreas Lindner

Thamilini zeigt mir das alte Schild mit der Nummer 383. Dieses hatte sie 2006 vom Deutschen Roten Kreuz bekommen. Ihre Familie war damals eine von fast 1.000, denen das DRK im Küstenstreifen südlich der srilankischen Distriktstadt Mullaitivu beim Wiederaufbau ihrer Häuser half. Der Tsunami am 26. Dezember 2004 hatte die Region völlig verwüstet. Wenn Thamilini heute zurückschaut, erscheint ihr der Tsunami von 2004 wie ein kleines Übel im Vergleich zu dem, was ihr und ihrer Familie in den letzten drei Jahren widerfahren ist.
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Afghanistan: Die Kinderklinik von Kandahar

Krankenpfleger Ahmad Sabir, kleiner Patient und Christian Schuh auf der Kinderstation Von IKRK-Delegiertem Christian Schuh

Seit über 5 Monaten arbeite ich für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als Kinderkrankenpfleger im südafghanischen Kandahar. Das IKRK unterstützt hier seit 15 Jahren das einzige Krankenhaus im Süden des Landes – das Mirwais Regional Hospital. Es verfügt über 350 Betten in der Kinderklinik, Chirurgie, Frauenheilkunde, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Augenheilkunde und der Inneren Medizin. Außerdem gehört eine große und viel frequentierte Ambulanz zum Krankenhaus. weiterlesen

Die Flut ist noch nicht vorbei

Langsam fließt das Wasser von den Feldern ab, aber es wird noch lange dauern, bis die Bauern hier wieder ernten können. Foto: Mario Lennartz.

Langsam fließt das Wasser von den Feldern ab, aber es wird noch lange dauern, bis die Bauern hier wieder ernten können. Foto: Mario Lennartz.

Von Valérie Batselaere, IFRC

Verheerende Überflutungen halten Pakistan weiter fest im Griff. Eine neue Flutwelle überschwemmte in der südlichen Provinz Sindh zwei Städte und mehr als 70 Dörfer entlang des Manchar-Sees südlich von Dadu. Die steigenden Wassermassen durchbrachen den Damm am See, sodass zehntausende Menschen in die nächsten höher gelegenen Städte evakuiert werden mussten. weiterlesen