Schlagwort-Archiv: rotes kreuz

Aus Sierra Leone: “Es sind die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern”

von Prof. Dr. med. Joachim Gardemann, DRK-Mitarbeiter in Sierra Leone

Es sind meistens nicht die großen Opferzahlen, die uns so tief bewegen, sondern die kleinen Augenblicke, die uns tief erschüttern. Vor einigen Tagen erreichte uns wieder ein Krankenwagen mit einer von Ebola betroffenen Familie. Im Sichtungsbereich unseres Behandlungszentrums entstiegen dem hinteren Teil des Fahrzeuges die Mutter und zwei verängstigte Kinder. Nach stundenlanger Fahrt im verschlossenen Wagen muss für die neuen Patienten unsere erste Erscheinung in der Schutzausrüstung fremd und erschreckend gewesen sein.  Die junge Mutter blutete bereits aus dem Mund, für uns ein sicheres Zeichen für einen hoffnungslosen Krankheitsverlauf. weiterlesen

“Mein Einsatz hier ist gut und wichtig” – Erfahrungsbericht aus Sierra Leone

Eine gute Woche ist es nun her, dass ich aus Deutschland ausreiste, und ich bin hier Teil eines großen Teams, das die derzeit wohl wichtigste Arbeit zum Schutz der Weltbevölkerung leistet. weiterlesen

Kaum Schutz vor Kälte, Regen und Schnee: Syrische Flüchtlinge fürchten den Winter

Von Tommaso Della Longa (IFRC) / Übersetzung von René Schulthoff (DRK)

Eine ganze Familie in einem einzigen Raum. Zwischen fünf und acht Menschen in einer einfachen Behausung aus Brettern und Plastik. Sie sind untergebracht irgendwo inmitten von landwirtschaftlichen Gebieten oder, noch schlimmer, irgendwo oben in den Bergen. So sieht die Situation für tausende syrischer Flüchtlinge im Libanon aus, die vor der Gewalt in ihrem eigenen Land geflohen sind. weiterlesen

Ein Tag im Ebola Treatment Center (ETC) in Kenema, Sierra Leone

von Marcus Richter

Marcus Richter, Mitarbeiter im DRK-Blutspendedienst, startete am 15. Oktober 2014 als erster freiwilliger Helfer nach Sierra Leone.

Die Arbeit geht gut voran, auch wenn es bei cirka 40 Grad ziemlich beschwerlich ist. Aber das lokale Personal ist sehr gut, und es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten. weiterlesen

Rückkehr nach Gaza

Von Andreas Kasseck, DRK-Programmkoordinator in Ramallah, Westjordanland

Mitte September 2014: Vergangene Woche bin ich zum ersten Mal seit Ausbruch der Kampfhandlungen wieder in den Gazastreifen gereist. Seit Jahren arbeitet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Gazastreifen in enger Zusammenarbeit mit dem Palästinenischen Roten Halbmond (PRH) und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Bereich der Katastrophenvorsorge.

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Wiederaufbau auf den Philippinen: „Danke, dass Sie uns helfen“

Von Jörg Fischer, Delegierter des DRK auf den Philippinen

„Danke, dass Sie uns helfen.“ – als eine junge Frau mit diesen Worten freudestrahlend auf mich zukommt, stehe  ich gerade am Flughafen. Nichts als Wärme, Dankbarkeit und Güte spricht aus ihren Worten. Kaum zu glauben, dass erst vor einem Monat Taifun „Haiyan“ so viel Unglück über diese Menschen gebracht hat. weiterlesen

Einsatz auf den Philippinen: DRK-Delegierter der ersten Stunde

Von Jörg Fischer, Delegierter des DRK auf den Philippinen

Bereits vier Tage nachdem Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen gewütet hatte, landete ich mit einem Militäflugzeug der philippinischen Airforce in Tacloban. Ich bin in erster Linie hier, um den Kollegen des philippinischen Roten Kreuz in dieser Ausnahmesituation logistisch unter die Arme zu greifen. weiterlesen

Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes helfen nach Bombenexplosionen in Beirut

von Raefah Makki, IFRC, und René Schulthoff, DRK in Beirut, Libanon

Es ist 9:55 Uhr, südlicher Stadtteil von Beirut, ganz in der Nähe der Iranischen Botschaft im Jnah Distrikt. Mindestens 19 Menschen werden am Morgen bei zwei schweren Explosionen getötet und mehr als 116 verletzt, so die offiziellen Angaben des Libanesischen Roten Kreuzes. weiterlesen

Als Volunteer in Capacity Building im Kosovo

Von Timo-Chistian Heger, VinCaB-Freiwilliger im Kosovo

Dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich im Deutschen Roten Kreuz zu engagieren, war uns allen bereits klar. Schließlich waren wir alle vier – Raimund, Christof, Carsten und ich – schon länger im Sanitäts-, Rettungs- und Betreuungsdienst aktiv. Als Experten für den Bevölkerungsschutz bringen wir uns tagtäglich für unsere Mitmenschen ein, egal ob auf kleinen und großen Veranstaltungen, im Rettungswagen oder beim Fluteinsatz. weiterlesen

Haiti – Erfolg der Interventionsteams und ihrer Vorsorgemaßnahmen

Von Catalina Jaime, DRK-Delegierte in Haiti

Nicht mehr lange, und meine Zeit und Aufgabe hier in Haiti sind beendet. Nun hatte ich vor einigen Tagen eine gute Gelegenheit, mein Projekt und meine Arbeit des vergangenen Jahres zu beurteilen.
Der Tropensturm Isaac näherte sich Haiti. Es war der Moment, wo sich beweisen sollte, ob sich das, was ich in den letzten zwölf Monaten getan hatte, tatsächlich bewähren würde. Isaac wütete ganz in der Nähe unseres Hauses und hinterließ 24 Tote, 42 Verletzte und 1.400 zerstörte Häuser, zerstörte Lebensgrundlagen und ein vielfach erhöhtes Risiko von Cholera im Westen und Süden des Landes. Wir befinden uns im Westen Haitis.
Aber was passierte in den Gemeinden, in denen ich das Projekt der Katastrophenvorsorgemaßnahme implementiert hatte? Hier gab es keine Toten, keine Verletzten! weiterlesen