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Wasser- und Hygieneprojekte des DRK in Jemen, Jordanien und Syrien

Von René Schulthoff, DRK-Mitarbeiter in Beirut

Auf dem Schulhof in Taiz im Jemen stehen mehrere hundert Schülerinnen und Schüler nach Klassen geordnet. Es ist ein sonniger Tag. Die Mädchen und Jungs im Alter von 6 bis 12 Jahren gehen schließlich geordnet in die Klassenräume. Dort werden die Kinder nicht nur in den üblichen Fächern unterrichtet, sondern auch in Disziplinen wie Erster Hilfe und Hygiene – Kurse, die von freiwilligen Helfern des Jemenitischen Roten Halbmonds durchgeführt werden. Dieses Projekt des DRK wird seit 2011 in nunmehr 39 Schulen im Jemen umgesetzt.
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Gibt es Hoffnung im Darfur?

Von Dietrich Fischer, ehemaliger DRK-Delegationsleiter im Sudan

Die vier Landcruiser mit der Flagge des Sudanesischen Roten Halbmondes schlingerten über die Sandpisten im Norden des Darfur. Wir DRK-ler aus dem Generalsekretariat in Berlin und der Landesvertretung in Khartoum befanden uns auf dem Weg von El Fasher, der Hauptstadt des Nord-Darfur, nach Mellit, unserem Projektgebiet am Rande der Wüste. Die Luft flirrte bei den 42°C, die hier herrschten, und nur der Fahrtwind brachte etwas Kühlung, denn die Klimaanlage der Fahrzeuge funktionierte schon lange nicht mehr. Barakat, der umsichtige Leiter des SRCS im Nord-Darfur, erklärte uns, dass solche Schrottlauben Bestandteil des Sicherheitssystems sind, da die Banditen in der Region es nur auf neue Fahrzeuge abgesehen hätten.

Aufbruch von El Fasher nach Mellit

Aufbruch von El Fasher nach Mellit mit den Flaggen des Halbmondes als Kennzeichen. Foto: DRK

Unser Ziel Mellit ist eine alte Karawanenstadt, der Ausgangspunkt der sogenannten „30-Tage-Route“, solange dauert es, um mit einer Kamelkarawane nach Ägypten zu reisen. Gegenwärtig aber liegt die Stadt mitten im Konfliktgebiet des Darfur, wo sich unterschiedliche militärische Gruppierungen bekämpfen. Hinzu kommen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Stämmen, die um die kargen Ressourcen konkurrieren, die dieser Landstrich hergibt. Die Leidtragenden sind die ansässige Bevölkerung, die versucht, ihren Lebensunterhalt zu bewältigen.

Seit mehr als fünf Jahren arbeitet das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem Sudanesischen Roten Halbmond in 12 Dörfern rund um Mellit. Nach eingehenden Gesprächen mit unserer Schwestergesellschaft und den Dorfkomitees war beschlossen worden, das Basisgesundheitswesen, die Ernährungssituation und die Wasserversorgung in den Dörfern zu verbessern. Jetzt wollten wir uns ein weiteres Mal überzeugen, wie der Entwicklungsstand der Projekte ist und welchen Bedarf es auch in Zukunft gibt.

DRK und Roter Halbmond im Gespräch mit dem Dorfkomitee

DRK und Roter Halbmond im Gespräch mit dem Dorfkomitee. Foto: DRK

Unser erster Haltepunkt ist Hilat Hamed, ein Dorf mit 5.000 Einwohnern. Hier wurde eine Schule mit neuen Latrinen ausgerüstet und ein Wasserreservoir gebaut. Die Dorfbewohner haben bei den Bauarbeiten mitgeholfen, indem sie die Schachtarbeiten für die Fundamente ausgeführt und einfache Baumaterialien wie Sand und Kies herangeschafft haben.

Schultoiletten in Hilat Hamed

Schultoiletten in Hilat Hamed. Foto: DRK

Sowohl für Schüler als auch für Lehrer wurden Hygienetrainings angeboten. In den Dörfern wurden insgesamt etwa 500 Freiwillige des SRCS gewonnen, die in den Haushalten regelmäßige Sensibilisierungskampagnen in den Bereichen Wassernutzung und Hygiene durchführen.

Im Gespräch mit Schülern und Lehrern

Im Gespräch mit Schülern und Lehrern. Foto: DRK

Azizza, die Rothalbmond-Hygienetrainerin, erzählt mir, wie schwierig es am Anfang war, die Jugendlichen zu hygienischem Verhalten zu erziehen. Insbesondere die Jungen hatten Probleme, sich an die Toilettenbenutzung zu gewöhnen, da sie lieber ihr „Geschäft“ im Stehen erledigten. Dieser Luxus zeigte aber doch Wirkung, denn jetzt überzeugen sogar die Schulkinder ihre Eltern, in jedem Haushalt eine Toilette zu bauen.

Im Gespräch mit Azizza, der Hygienetrainerin des Sudanesischen Roten Halbmondes

Daina Hues vom Generalsekretariat im Gespräch mit Azizza, der Hygienetrainerin des Sudanesischen Roten Halbmondes. Foto: DRK

Beim nächsten Halt im Dorf Kindro trafen wir als erstes das Gesundheits-Dorfkomitee, das uns stolz ihre Basisgesundheitsstation zeigte. In den fünf Jahren, seit die Station arbeitet, hat sich der Krankenstand erheblich reduziert. Dies ist insbesondere auf die medizinischen Konsultationen und Vorsorgeuntersuchungen in den Gesundheitsstationen und die Versorgung von Schwangeren und Müttern mit Kindern zurückzuführen. Die verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung im Projektgebiet hatte ebenfalls schon positive Auswirkungen auf die Gesundheitssituation der Bevölkerung. Unter dem Blätterdach der Schirmakazie sitzen viele Frauen mit Kleinkindern, die entweder auf einen Termin in der Gesundheitsstation warten oder die gekommen sind, um für ihre unterernährten Kinder „plumpy nut“, ein Hochprotein-Produkt aus Erdnussbutter, Milchpulver, Öl und Zucker abzuholen, um diese wieder aufzupäppeln. Dabei werden sie von der Ernährungsspezialistin beraten, die auch den Ernährungsstatus der Kinder in einer Akte festhält, um beim nächsten Besuch zu überprüfen, wie sich das Kind entwickelt hat.

Die Ausbildung von Freiwilligen des Roten Halbmonds und das regelmäßige Training der Dorfbewohner sind Grundsteine der Projekte, die zwar vor allem die Lebensbedingungen der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung verbessern, aber möglichst auch nachhaltige Wirkung erzielen sollen.

Stolzer Brunnenbau-Experte

Mohamed zeigt seine Urkunde Dr_ Fischer, dem DRK-Büroleiter in Khartoum, als Befähigungsnachweis zur Reparatur von Brunnen. Foto: DRK

Stolz zeigen uns einige Dorfbewohner ihre Urkunden, die sie nach ihrem Training zur Wartung und Reparatur der Brunnen berechtigen. Das verschafft ihnen hohes Ansehen in der Dorfgemeinschaft, denn sauberes Wasser ist ein überlebenswichtiges Gut in dieser Region. Insgesamt 40 Freiwillige wurden so für die 12 Dörfer ausgebildet und haben bereits Weiterbildungskurse absolviert, um ihre Kenntnisse aufzufrischen und neue Techniken zu erwerben.

Die Mitglieder der Dorfkomitees sind äußerst motiviert und denken schon darüber nach, welche weiteren Schritte sie zukünftig gehen wollen. Sie sehen die Fortschritte und wollen selber aktiv sein. Selbstverständlich können ihre Lebensbedingungen aber nur dann dauerhaft verbessert werden, wenn endlich Frieden im Darfur herrscht.

Als wir zurück in El Fasher waren und in das UN-Flugzeug des Europäischen Union, der Bundesregierung und des DRK sinnvoll und effizient eingesetzt sind. Es lohnt sich, weiterhin in diesen Projekten im Darfur zu arbeiten, um der von Armut und Konflikt betroffenen Bevölkerung ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Welternährungsprogramms einstiegen, waren wir überzeugt, dass die Mittel der Sie sind der Garant dafür, dass eine friedliche Entwicklung möglich ist.

Kinderwünsche im Südsudan

Von Michael Breunig, DRK-Delegierter

Dieses Mal war alles anders. Keine Bilder in den Nachrichten. Keine Informationen im Live Ticker. Dieser Einsatz bringt mich nach Afrika in den Südsudan. Wir, das heißt sechs Kollegen des dänischen Roten Kreuzes und ich, sollen für das Flüchtlingslager Yusuf Batil im Auftrag des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes ein Basislager errichten. Von dort aus sollen die Flüchtlinge mit den notwendigsten Dingen versorgt werden. Dazu zählen neben Wasser auch Hygieneartikel, Moskitonetze und verschiedene andere Dinge des täglichen Bedarfs.

Schlechte Straßenverhältnisse, starker Regen und andere logistische Herausforderungen erschwerten die Anfangsphase unserer Arbeit. Aber nach zwei Wochen waren die anfänglichen Probleme überwunden und das Basislager wurde voll in Betrieb genommen. weiterlesen

Projektbesuch in Anse-a-Pitre

Von Wolf-Christian Noske

Die Sonne steht hoch am Horizont. Unser weißes Kraftpaket ackert sich durch das trockene Flussbett. Wie durch eine weiße Steinwüste führt uns der holprige Pfad gen Norden, immer weiter weg von der dominikanischen Grenze. Wir sind auf dem Heimweg von einem Projektbesuch in Anse-a-Pitre, im Süd-Osten Haitis. Es ist ein bisschen als käme man aus einer anderen Welt. Das Landleben ist ein ganz anderes als das Leben in der “Metropole” Port-au-Prince. weiterlesen

Kambodscha: Verbesserung der Wasserversorgung in Dörfern

Von DRK-Delegiertem Andreas Fabricius
Das DRK unterstützt in Kambodscha Projekte, die den ärmsten Bewohnern den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Andreas Fabricius, Delegierter vor Ort traf einen Freiwilligen, der trotz Behinderung beim Aufbau des Projektes tatkräftig mit anpackte.
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Neuer Einsatzort für Katastrophen-Helfer im Camp “Jail City”

Wasseraufbereitungsanlage bei Thatta

Von Mario Lennartz, DRK-Delegierter in Pakistan

Nachdem wir in Rajanpur mehrere Dörfer mit sauberem Trinkwasser versorgt und einheimische Helfer ausgebildet haben, können diese die Anlagen nun selbständig weiter betreiben.

Unser Team ist zwischenzeitlich weiter in den Süden gezogen, nach Thatta, ca. 100 km östlich von Karatschi. Thatta liegt nahe am Indus, der hier am Flussdelta aufgrund des extrem flachen Geländes weit über die Ufer getreten ist. Es erweckt den Eindruck eines Binnenmeeres – Wasser bis zum Horizont – wenn nicht gelegentlich Bäume und Sträucher aus den Wassermassen herausragen würden. weiterlesen

Sauberes Wasser für Ubaid aus Rajanpur

Von Mario Lennartz, DRK-Delegierter in Rajanpur, Pakistan

Die erste Trinkwasseraufbereitungsanlage des DRK wurde am Montag an einer zentralen Kreuzung des Dorfes Sikhani Wala neben der Brücke über den Bewässerungskanal aufgebaut. Die Bevölkerung nahm regen Anteil an den Aktivitäten der Rotkreuzhelfer. Sie betrachteten mit großer Neugier was passierte, so auch der fünfjährige Ubaid der mit seinen Eltern, der Schwester und sechs Brüdern nun auf der Anhöhe neben dem Kanal lebt. Für ihn ist es nun das erste Mal, dass er unbelastetes Wasser trinken kann. weiterlesen

Sauberes Wasser für Rajanpur

Fotos vom DRK-Delegierten Mario Lennartz aus Pakistan