Schlagwort-Archiv: Wasser

Der letzte Tropfen und neue Hoffnung

Vom DRK-Team

Nachdem 2015 Regenfälle in Somalia ausgeblieben sind, ging es für die Menschen am Horn von Afrika ums Überleben. Während der folgenden Dürre versiegte das Wasser, verendeten Tiere, vertrockneten Felder und verwaisten Dörfer. Das DRK leistete akute Nothilfe und füllte mit Lastern Wasserspeicher auf. Nun, da der Regen wieder eingesetzt hat, ist die schlimmste Not überwunden, doch die Lebensgrundlagen sind zerstört. Deshalb bleibt das DRK weiterhin vor Ort, um zu helfen – ein Rück- und Ausblick.

Gemeinsam mit dem Finnischen Roten Kreuz (FRC) stand das DRK dem Somalischen Halbmond und den Menschen vor Ort während der Dürre bei. Der DRK-Delegierte Kamwati Wango erinnert sich an eine Wasserlieferung im Dorf Hara-Adad im westlichen Somaliland vor wenigen Monaten und an die Menschen, die er dort getroffen hat.

Hodan Aden (links) und Adar Aden holen Wasser vom Wasserreservoir ihres Dorfes. Foto: Aapo Huhta/ Finnisches Rotes Kreuz

Hodan Aden (links) und Adar Aden holen Wasser vom Wasserreservoir ihres Dorfes. Foto: Aapo Huhta/ Finnisches Rotes Kreuz

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Glückliche Rettung in Bangladesch – Weniger schwere Folgen des Zyklons Roanu durch DRK-Katastrophenvorsorge

Ein Katastrophenvorsorgeprojekt des Deutschen Roten Kreuzes konnte Leben retten, als der Zyklon Roanu am 21. Mai über Bangladesch hinwegfegte. Zuvor war schon Sri Lanka schwer getroffen worden, dann erreichte der Sturm die Küstenregion um die Distrikte Bhola, Noakhali und Lakshmipur. Hier führt das DRK gemeinsam mit lokalen Partnern z.B. Schulungen mit Bewohnern durch und trainiert Schüler in Katastrophenvorsorge.

Von Moris Monson, DRK-Mitarbeiter in Bangladesch

“Ich bat alle meine Nachbarn, schnell zum Schutzraum zu gehen. Als ich die traurige Nachricht hörte, dass ein Nachbarskind von der Flut fortgerissen wurde, war ich dankbar, dass meine Familie verschont blieb.“ Das sagt Mohima Begum, eine 33-jährige Mutter von drei Kindern aus dem Dorf Pandit Gram auf der Insel Hatiya.

Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK

Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK

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Weltwassertag: Lange Fußmärsche durch Hitze und Wüstensand für das unentbehrliche Nass

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter in Somaliland

Yassin ist Wasseringenieur des Somalischen Roten Halbmondes und verantwortlich für die Umsetzung des DRK-Projektes, das die Auswirkungen der schweren Dürre  in Somaliland minimieren soll. Er prophezeite uns gestern einen anstrengenden Tag und er sollte Recht behalten. Sichtlich geschafft steigen wir aus unserem mit rötlichem Wüstenstaub überzogenen Geländewagen. Fünf Stunden unbefestigte Straßen und das heiße Wüstenklima setzen unserem drei-köpfigen DRK-Team zu. Doch wir haben bereits vier verschiedene Siedlungen im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet besucht. weiterlesen

Das Rückgrat stärken: Rothalbmond-Freiwillige in Somaliland

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter Somaliland

Auf über 20 Jahre Zusammenarbeit blicken das Deutsche Rote Kreuz und seine Schwersterorganisation, der Somalische Rote Halbmond (SRCS) in Somaliland, zurück. Die Republik Somaliland, seit 1991 de facto ein unabhängiges Land, befindet sich im Norden des vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Mitleidschaft gezogenen Somalias. Während viele Menschen, und so auch ich, bei dem Wort Somalia als erstes an einen gescheiterten Staat denken, so assoziiere ich mit “Somaliland” mittlerweile Stabilität, Unabhängigkeit und Hoffnung, gleichzeitig allerdings auch Isolation, Armut und den Kampf ums Überleben. weiterlesen

Hilfe für syrische Flüchtlinge im „Niemandsland“ zwischen Syrien und Jordanien

Von Melanie Plöger, DRK-Mitarbeiterin

Im „Niemandsland“ – der entmilitarisierten Zone zwischen Syrien und Jordanien mitten in der Wüste – sitzen mehr als 20.000 syrische Flüchtlinge fest und warten auf Einlass nach Jordanien. Jordanien hat die Grenzen offiziell jedoch bereits vor langer Zeit geschlossen. Jeden Tag lässt die Regierung nur ca. 50 der bedürftigsten Flüchtlinge ins Land. Die große Mehrheit harrt seit Monaten in dem kargen Wüstengelände aus und ist dort den widrigsten Umständen ausgesetzt. Sie haben nur einfache Plastikplanen und -zelte zum Schutz, es gibt keine sanitären Anlagen, keinen Strom, keine Nahrungsmittel  Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) versorgt die Flüchtlinge – deren Zahl im November sprunghaft gestiegen ist – seit über einem Jahr mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und den nötigsten Gegenständen (Decken, Kleidung, Hygieneartikel). weiterlesen

Wenn der Regen ausbleibt – Wasserspeicher für Somalia

Von Benjamin Straube, DRK-Mitarbeiter in Somalia

Es ist Anfang September in Nordwest-Somalia. Und es ist “Hagaa”. So bezeichnet die somalische Bevölkerung die Trockenzeit nach dem jährlichen Monsun, der das karge Land üblicherweise in ein Farbenmeer aus Blüten und Blättern taucht. Nicht so 2015. Der Monsun kam dieses Jahr nicht nur verspätet, sondern fiel auch noch magerer aus als sonst: Dieses Jahr sind nur 25% der normalen Regenmenge vom Himmel gefallen. Dürren sind zwar nichts Unbekanntes für die größtenteils halb-nomadisch lebende Bevölkerung, doch das Leben mit dem Regen wird zunehmend von Landdegradierung und Klimawandel erschwert. weiterlesen

Zu Besuch in den Bergen Vietnams

Von Agnieszka Kurek, Mitarbeiterin im Generalsekretariat des DRK in Berlin

Ich flog Ende 2014 in meinem Winterurlaub nach Vietnam und entschied mich, die Gelegenheit zu nutzen, um ein Projekt vor Ort zu besuchen. Das DRK führt seit mehreren Jahren verschiedene Projekte in Vietnam durch, vor allem im Bereich der Katastrophenvorsorge, Wasser-, Hygiene- und Gesundheitsversorgung. Dabei sind wir in verschiedenen Provinzen im Norden, Zentral- und Süd-Vietnam aktiv. weiterlesen

Latrinen für die Dörfer in Togo

von Andrea Kehrwald, DRK-Mitarbeiterin in Togo

Derzeit fahren wir fast jeden Tag raus in die Dörfer, um die neu gebauten EcoSan-Latrinen baulich abzunehmen. Dazu fahren wir oft stundenlang über buckelige Sandpisten durch den Busch in die entlegenen Projektdörfer, die vorwiegend aus strohgedeckten Lehmhütten bestehen und weder eine elektrische Stromversorgung noch einen Brunnen, geschweige denn fließendes Wasser zur Verfügung haben. weiterlesen

Philippinen: Aufräumarbeiten nach Taifun Washi halten an

Von Clara Straimer, DRK-Delegierte

Seit Mitte April bin ich als Delegierte des Deutschen Roten Kreuzes in Cagayan de Oro auf den Philippinen. Die Stadt im Norden Mindanaos wurde im Dezember 2011 von schweren Überflutungen heimgesucht, die viele Menschen das Leben kosteten. Auch vier Monate danach ist die Zerstörung hier noch sichtbar. weiterlesen