Schlagwort-Archiv: Wasser

Weltwassertag: Lange Fußmärsche durch Hitze und Wüstensand für das unentbehrliche Nass

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter in Somaliland

Yassin ist Wasseringenieur des Somalischen Roten Halbmondes und verantwortlich für die Umsetzung des DRK-Projektes, das die Auswirkungen der schweren Dürre  in Somaliland minimieren soll. Er prophezeite uns gestern einen anstrengenden Tag und er sollte Recht behalten. Sichtlich geschafft steigen wir aus unserem mit rötlichem Wüstenstaub überzogenen Geländewagen. Fünf Stunden unbefestigte Straßen und das heiße Wüstenklima setzen unserem drei-köpfigen DRK-Team zu. Doch wir haben bereits vier verschiedene Siedlungen im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet besucht. weiterlesen

Das Rückgrat stärken: Rothalbmond-Freiwillige in Somaliland

Von Benjamin Straube, DRK-Delegierter Somaliland

Auf über 20 Jahre Zusammenarbeit blicken das Deutsche Rote Kreuz und seine Schwersterorganisation, der Somalische Rote Halbmond (SRCS) in Somaliland, zurück. Die Republik Somaliland, seit 1991 de facto ein unabhängiges Land, befindet sich im Norden des vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Mitleidschaft gezogenen Somalias. Während viele Menschen, und so auch ich, bei dem Wort Somalia als erstes an einen gescheiterten Staat denken, so assoziiere ich mit “Somaliland” mittlerweile Stabilität, Unabhängigkeit und Hoffnung, gleichzeitig allerdings auch Isolation, Armut und den Kampf ums Überleben. weiterlesen

Hilfe für syrische Flüchtlinge im „Niemandsland“ zwischen Syrien und Jordanien

Von Melanie Plöger, DRK-Mitarbeiterin

Im „Niemandsland“ – der entmilitarisierten Zone zwischen Syrien und Jordanien mitten in der Wüste – sitzen mehr als 20.000 syrische Flüchtlinge fest und warten auf Einlass nach Jordanien. Jordanien hat die Grenzen offiziell jedoch bereits vor langer Zeit geschlossen. Jeden Tag lässt die Regierung nur ca. 50 der bedürftigsten Flüchtlinge ins Land. Die große Mehrheit harrt seit Monaten in dem kargen Wüstengelände aus und ist dort den widrigsten Umständen ausgesetzt. Sie haben nur einfache Plastikplanen und -zelte zum Schutz, es gibt keine sanitären Anlagen, keinen Strom, keine Nahrungsmittel  Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) versorgt die Flüchtlinge – deren Zahl im November sprunghaft gestiegen ist – seit über einem Jahr mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und den nötigsten Gegenständen (Decken, Kleidung, Hygieneartikel). weiterlesen

Wenn der Regen ausbleibt – Wasserspeicher für Somalia

Von Benjamin Straube, DRK-Mitarbeiter in Somalia

Es ist Anfang September in Nordwest-Somalia. Und es ist “Hagaa”. So bezeichnet die somalische Bevölkerung die Trockenzeit nach dem jährlichen Monsun, der das karge Land üblicherweise in ein Farbenmeer aus Blüten und Blättern taucht. Nicht so 2015. Der Monsun kam dieses Jahr nicht nur verspätet, sondern fiel auch noch magerer aus als sonst: Dieses Jahr sind nur 25% der normalen Regenmenge vom Himmel gefallen. Dürren sind zwar nichts Unbekanntes für die größtenteils halb-nomadisch lebende Bevölkerung, doch das Leben mit dem Regen wird zunehmend von Landdegradierung und Klimawandel erschwert. weiterlesen

Latrinen für die Dörfer in Togo

von Andrea Kehrwald, DRK-Mitarbeiterin in Togo

Derzeit fahren wir fast jeden Tag raus in die Dörfer, um die neu gebauten EcoSan-Latrinen baulich abzunehmen. Dazu fahren wir oft stundenlang über buckelige Sandpisten durch den Busch in die entlegenen Projektdörfer, die vorwiegend aus strohgedeckten Lehmhütten bestehen und weder eine elektrische Stromversorgung noch einen Brunnen, geschweige denn fließendes Wasser zur Verfügung haben. weiterlesen

Philippinen: Aufräumarbeiten nach Taifun Washi halten an

Von Clara Straimer, DRK-Delegierte

Seit Mitte April bin ich als Delegierte des Deutschen Roten Kreuzes in Cagayan de Oro auf den Philippinen. Die Stadt im Norden Mindanaos wurde im Dezember 2011 von schweren Überflutungen heimgesucht, die viele Menschen das Leben kosteten. Auch vier Monate danach ist die Zerstörung hier noch sichtbar. weiterlesen

Kambodscha: Zahlen haben Gesichter

Von Andreas Fabricius, Delegierter in Kambodscha

Das DRK unterstützt im ländlichen Kambodscha Tausende Familien in Not. So erhalten 5500 Menschen Gesundheitsversorgung und Hygieneaufklärung. 165 Brunnen, 435 Toiletten, und 133 Regenwasserauffangsysteme werden zusammen mit den betroffenen Familien gebaut. weiterlesen

Pakistan: Nothilfe und langfristige Unterstützung

Von DRK-Delegiertem Jörg Fischer

Anfang kommenden Jahres starten in der südlichsten Provinz Pakistans – dem Sindh – Langzeitprojekte zum Katastrophenschutz, der öffentlichen Gesundheitspflege und zur Sicherung des Lebensunterhalts in drei vom DRK unterstützten Bezirken. Diese Hilfe wurde im Juni 2010 mit dem Pakistanischen Roten Halbmond vereinbart und stellt eine Weiterentwicklung der mittlerweile fast dreißigjährigen Zusammenarbeit der beiden Schwestergesellschaften dar. weiterlesen

Sudan: Gesundheitsversorgung und Nahrungsmittelhilfe für Vertriebene in Nord-Darfur

Von DRK-Delegierter Zaitun Ibrahim

Die Region Darfur ist seit 2003 ununterbrochen Schauplatz eines gewalttätigen Konfliktes. Ganze Gemeinden wurden dadurch vertrieben und fanden sich nach der Flucht plötzlich in Auffanglagern wieder. Die Region Nord-Darfur bildet dabei keine Ausnahme. Seit Ausbruch des Konflikts leben dort tausende Menschen in Lagern – ohne Aussicht auf eine sichere Zukunft. weiterlesen