Die Gesichter hinter der Rotkreuzhilfsoperation in Serbien

Am 06.06.2014

Von Gerhard Tauscher, DRK-Mitarbeiter in Belgrad

Die Telefone von Ranko Demirovic klingeln ständig. Der 32-jährige Katastrophenmanager des Serbischen Roten Kreuzes arbeitet seit den Überflutungen pausenlos. Zusammen mit seinem Kollegen Djula Losonc sind sie verantwortlich für die Mobile Einsatzstaffel, für die Verteilung von Hilfsgütern und für den gezielten Einsatz von Spendengeldern, aber auch die Einteilung der Mitarbeiter, Helfer und Freiwilligen in die verschiedenen Arbeiten.

In den ersten Tagen der Operation leiteten sie den Einsatz „Rettungseinheiten“. Die Wasserwacht evakuierte und rettete unzählige Menschen aus ihren bis zum ersten Obergeschoß gefluteten Häusern. Ausgebildete Freiwillige des Serbischen Roten Kreuzes betreiben Auffangunterkünfte in Sporthalle und Schulen, verteilen Lebensmittel und Trinkwasser an Flutopfer. Alle 130 „Kreisverbände“ des Landes stellen Personal und sammeln Spenden in ihrem Gebiet.

Aufräumarbeiten im Balkan
Die Aufräumarbeiten im Balkan haben begonnen.

In den ersten zwei Wochen des Einsatzes waren fast 5.000 Freiwillige aktiv. Sie leisteten bis Ende Mai insgesamt die unglaubliche Anzahl von 508.851 Stunden freiwilliger Arbeit.

Die Zahl der verfügbaren Freiwilligen ist nicht zurückgegangen. Lediglich die Aufgaben ändern sich. Die Teams fangen an Bautrockner an betroffene Haushalte zu verleihen. Dies ist eine Sinnvolle Maßnahme damit die Menschen  in ihre Häuser zurückkehren können.

Balkan Bautrockner im Einsatz
Die von der Flut betroffenen Haushalte erhalten leihweise einen Bautrockner.

Diese Intervention will auch das DRK unterstützen und bittet dafür um Spenden.

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