Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes helfen nach Bombenexplosionen in Beirut

Am 19.11.2013 von René Schulthoff

von Raefah Makki, IFRC, und René Schulthoff, DRK in Beirut, Libanon

Es ist 9:55 Uhr, südlicher Stadtteil von Beirut, ganz in der Nähe der Iranischen Botschaft im Jnah Distrikt. Mindestens 19 Menschen werden am Morgen bei zwei schweren Explosionen getötet und mehr als 116 verletzt, so die offiziellen Angaben des Libanesischen Roten Kreuzes.

Die Freiwilligen Helfer und Erste-Hilfe-Teams des Libanesischen Roten Kreuzes eilen als erste zum Unglücksort. Sie sind die ersten Helfer vor Ort. Mehr als 50 Rot Kreuz Mitarbeiter und 14 Rettungswagen sind im Einsatz, um Verletzte zu evakuieren und in nahegelegene Krankenhäuser zu bringen. Freiwillige Helfer des Libanesischen Roten Kreuzes erkunden das Gebiet der Explosionen und die in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude, um die Zerstörung festzustellen und nach Verletzten zu suchen.

Die Lage am Unglücksort verändert sich minütlich und die Helfer des Libanesischen Roten Kreuzes bleiben vor Ort in Alarmbereitschaft um den vielen Verletzten zu helfen, um sofortige erste Hilfe zu leisten und Menschen in Ambulanzfahrzeugen abzutransportieren. Dabei arbeiten die Rot Kreuz Helfer Hand in Hand mit den Sicherheitskräften und Behörden vor Ort.

“Unsere Freiwilligen Helfer waren als erste am Anschlagsort dieser tödlichen Explosionen heute Morgen. Sie sind 24 Stunden bereit sofort zu reagieren und Hilfe zu leisten,“ sagte Ayad Mounzer vom Libanesischen Roten Kreuz. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt das Libanesische Notfallsystem mit Ambulanzfahrzeugen in allen Notfallstationen des Landes.

Das Libanesische Rote Kreuz ist eine der wichtigsten Einrichtung für die Notfallversorgung im Libanon. Es betreibt 45 Notfallstationen, zählt 2700 aktive Freiwillige Rot Kreuzhelfer und 1400 Jugendfreiwillige. In vielen Teilen des Landes versorgt das Libanesische Rote Kreuz auch die vielen Syrischen Flüchtlinge. Derzeit halten sich nach offiziellen Angaben über 800.000 Menschen aus Syrien im Libanon auf, die vor den Kampfhandlungen in Syrien geflohen sind.

Geschrieben von:

Foto: DRK-Miartbeiter im Portrait. René Schulthoff
Um aus den Projekten zu berichten, war René Schulthoff für das Deutsche Rote Kreuz bereits in Syrien, Griechenland, Jordanien und Nepal, aber auch im Nordirak und Jemen.

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