Glückliche Rettung in Bangladesch – auch Dank der DRK-Vorsorge

Am 24.06.2016 von Moris Monson

Ein Katastrophenvorsorgeprojekt des Deutschen Roten Kreuzes konnte Leben retten, als der Zyklon Roanu am 21. Mai über Bangladesch hinwegfegte. Zuvor war schon Sri Lanka schwer getroffen worden, dann erreichte der Sturm die Küstenregion um die Distrikte Bhola, Noakhali und Lakshmipur. Hier führt das DRK gemeinsam mit lokalen Partnern z.B. Schulungen mit Bewohnern durch und trainiert Schüler in Katastrophenvorsorge.

„Ich bat alle meine Nachbarn, schnell zum Schutzraum zu gehen. Als ich die traurige Nachricht hörte, dass ein Nachbarskind von der Flut fortgerissen wurde, war ich dankbar, dass meine Familie verschont blieb.“ Das sagt Mohima Begum, eine 33-jährige Mutter von drei Kindern aus dem Dorf Pandit Gram auf der Insel Hatiya.

Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK
Leben in einem gefährdeten Ufergebiet: Mohima Begum und ihre Famlie. Foto: DRK

Mohimas Haus liegt am Ufer des gleichnamigen Flusses Pandit Gram. Vor zwei Jahren schon hatte sie ihr voriges Heim durch Ufererosion verloren. Nun warnten sie die Freiwilligen des Gemeinde-Katastrophenschutzkomitees und des Bangladeschischen Roten Halbmondes vor dem herannahenden Zyklon Roanu. Schon vorher hatte sie an den von ihnen angebotenen Katastrophenschutzübungen teilgenommen und war gut vorbereitet.

„Als das Wasser stieg, wurden wir von den Mitgliedern des Gemeinde-Katastrophenschutzkomitees informiert und an sichere Orte wie die Zyklon-Shelter evakuiert. Ich grub ein Loch in den Boden meines Hauses und tat meine wichtigsten Dinge dort hinein, wie ich es zuvor gelernt hatte. Dann packten wir ein paar trockene Lebensmittel und Wasser und gingen zur Bangla-Bazar-Zyklon-Unterkunft. Es war schwierig, starker Regen und Wind behinderte uns, aber dann waren alle meine Familienmitglieder in Sicherheit.“

Zunächst weigerten sich einige der Dorfbewohner von Pandit Gram, sofort zum Zyklon-Shelter zu gehen. Doch die Mitglieder des Komitees ließen nicht locker, und so wurde fast jeder evakuiert, während das gesamte Gebiet überflutet wurde. Am 21. Mai traf der Zyklon Roanu auf Land. Ein Kind einer der Nachbarfamilien wurde durch das folgende Hochwasser fortgerissen. Zum Glück konnte das Freiwilligenteam es retten. Erst vor Kurzem hatten die Helfer eine Fortbildung im Suchen und Retten absolviert.

Mohima ist erleichtert: „Am 23. Mai sind wir sicher in unser Haus zurückgekehrt, nachdem das Hochwasser zurückging. Ich möchte dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond und der Europäischen Union danken. Viele Leben in meinem Dorf wurden aufgrund ihrer Vorbereitung und Unterstützung gerettet, und wir sind alle wirklich sehr dankbar.“

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Geschrieben von:

Moris Monson

Moris Monson ist DRK-Mitarbeiter in Bangladesch und begleitet das Katastrophenvorsorgeprojekt des Deutschen Roten Kreuzes.

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