Kambodscha: Verbesserung der Wasserversorgung in Dörfern

Am 11.07.2011

Von DRK-Delegiertem Andreas Fabricius
Das DRK unterstützt in Kambodscha Projekte, die den ärmsten Bewohnern den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Andreas Fabricius, Delegierter vor Ort traf einen Freiwilligen, der trotz Behinderung beim Aufbau des Projektes tatkräftig mit anpackte.

Yin Khorn kämpfte im Jahr 1987 für die kambodschanischen Regierungstruppen gegen die Roten Khmer als er durch eine Verletzung sein Bein verlor.
Yin Khorn ist stolz: „Meine Familie hat jetzt immer ausreichend Trinkwasser“. Damit fällt eine große Sorge weg, denn zusammen mit seiner Frau Heang muss der 50-jährige Reisbauer noch 9 Kinder versorgen. Zwei weitere Kinder sind schon selbstständig.

Als das Kambodschanische Rote Kreuz mit Unterstützung des DRK ein Brunnen- und Latrinenbauprojekt in seinem Dorf startete, meldete er sich als Freiwilliger für das Bauteam. „Ich fühle mich in meinem Dorf nicht diskriminiert. Aber ich wollte anderen in meiner Situation zeigen, dass Behinderte imstande sind, ebenso viel zu leisten wie andere auch.“ Gemeinsam mit anderen Freiwilligen stellte er, unter Anleitung eines DRK-Spezialisten, Betonringe her und hob von Hand metertiefe Brunnenschächte aus.

„Ich freue mich, einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung in unserem Dorf leisten zu können. Außerdem profitiere ich ja selber von dem Projekt.“ Seine praktischen Kenntnisse im Brunnenbau möchte er in Zukunft auch in umliegenden Dörfern anbieten und so sein spärliches Einkommen aufstocken.

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