Ärztliche Untersuchung

Syrien: Das DRK unterstützt eine kleine Klinik in Damaskus

Am 30.11.2015 von René Schulthoff

Foto: ein Mann greift in ein Regal mit Medikamenten und Babyzusatznahrung

Die kleine Klinik liegt ein bisschen versteckt in einer kleinen Gasse in Dwella, einem Viertel der Hauptstadt Damaskus. Es ist ein dicht besiedeltes Gebiet, wo die Häuser eng aneinander gebaut sind und zahlreiche kleine Gassen sich durch das Viertel schlängeln.

Foto: DRK- und SARC-Mitarbeiter vor einem Klinikeingang
Das Team der Klinik des SARC im Stadtviertel Dwella in Damaskus.

In der kleinen Klinik, die durch den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) betrieben wird, warten an diesem Morgen etwa 15 Frauen mit ihren Kindern auf Behandlung. Es sind in der Regel Routine-Untersuchungen, die hier von den vier Ärztinnen vorgenommen werden. Aber auch die Behandlung von akuten Erkrankungen von Babys, Kindern und Frauen ist möglich.

130 Patienten werden täglich in der Klinik behandelt

„Wir behandeln etwa 130 Patienten am Tag, davon sind etwa 40 Kinder. Das ist viel Arbeit für unsere kleine Klinik und unser kleines Team. Wir haben auch eine bescheidene Apotheke, in der Medikamente kostenlos ausgegeben werden. Insgesamt arbeiten hier 15 Personen“, sagt die leitende Medizinerin.

Ärztliche Untersuchung
Vor allem Frauen und Kinder suchen Hilfe in der kleinen Klinik in Damaskus.

Der Apotheker erklärt mir, dass neben den Basismedikamenten auch Milchpulver für Babys als Zusatznahrung ausgegeben wird. „Wir sind da aber sehr bedacht. Zunächst versuchen wir hier, die Mütter zum Stillen zu motivieren. Nur in Ausnahmefällen geben wir das Milchpulver aus als Zusatznahrung. Wir sind sehr froh, dass wir diese Möglichkeit haben und die Zusatznahrung als humanitäre Hilfe nur unterstützend zum Einsatz kommt.“ Das Milchpulver wurde vom DRK mit finanziellen Mitteln des Belgischen Roten Kreuzes beschafft und nach Syrien transportiert.

Babynahrung
DRK-Delegierter Marco Ferrarini mit der Babynahrung.

„Wir arbeiten weiter, so gut es geht“

SYRIA Damascus Clinic 151028-6_L
Die Ärztin zeigt den reparierten Granatentreffer.

Vor wenigen Wochen hat eine Granate den Behandlungsraum im ersten Stock getroffen.

Glücklicherweise war die Klinik leer und niemand kam zu Schaden. Die Mauer wurde beschädigt und ist jetzt wieder repariert.

Aber der Schreck sitzt immer noch tief. „Wir arbeiten weiter, so gut es geht“, sagt die leitende Ärztin.

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Fotos: René Schulthoff

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Foto: DRK-Miartbeiter im Portrait. René Schulthoff
Um aus den Projekten zu berichten, war René Schulthoff für das Deutsche Rote Kreuz bereits in Syrien, Griechenland, Jordanien und Nepal, aber auch im Nordirak und Jemen.

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