Eine nepalesiche Mutter mit Baby

Nepal: wertvolle Hilfe nach dem Erdbeben

Am 19.04.2016 von DRK-Team

Eine Fotoreportage aus Nepal.

Es ist eine harte Zeit für Millionen Menschen, die nach den folgenschweren Erdbeben im April 2015 noch immer in Zelten oder temporären Unterkünften leben – damals wurden 900.000 Häuser beschädigt oder gar zerstört. Um die Menschen zu unterstützen, sich vor der Kälte und Regen zu schützen, haben 53.000 Familien, rund 200.000 Menschen, Bargeldhilfen vom Roten Kreuz erhalten. Zwar war jeder Familie frei gestellt, wofür sie ihre jeweiligen 10.000 Rupien – rund 82 Euro – verwenden, doch 90 Prozent aller Familien haben sich davon Decken und Winterkleidung gekauft.

Lernen Sie hier Menschen aus dem Bezirk Kavre kennen, die – auch mit Hilfe des Roten Kreuzes – den Winter überstanden haben (Fotos: Sailendra Kharel/IFRC):

Eine nepalesiche Mutter mit Baby
Sarita Majhis und ihr Baby Nabin, das zwei Stunden vor dem Erdbeben geboren wurde: Sarita kämpfte am Text des Erdbebens entschlossen, um aus ihrem Haus zu fliehen. Ihre Familie versammelte sich an einer flachen Stelle des Flussufers und harrte dort sieben Tage lang ohne Hilfe aus. Dann bauten sie dort eine vorübergehende Unterkunft. Die Bargeldzahlungen des Nepalesischen Roten Kreuzes investierten sie in Decken und Kleidung, vor allem für die Kinder.
Ein nepalesischer Mann vor seiner Notunterkunft
Dil Bahadur BK wird von seinen Freunden Dillu genannt. Der 52-Jährige steht vor seiner temporären Unterkunft bei Tin Ghare, in Dolalghat. Er sagt, vor dem Erdbeben wäre sein Haus schön gewesen, das sei jetzt anders. Die Schriftzüge auf seiner Unterkunft bedeuten: „Viel Glück, Nepal!“ Um zu verhindern, dass der Wind durch seine Bleibe pfeift, hat der die Bambuswände innen und außen mit Schlamm verputzt.
Eine Gruppe nepalesischer Menschen vor ihrer Notunterkunft
Eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern wärmen sich um ein Feuer aus kleinen Stöcken und Maisstroh bei Majhi Tol, Dolalghat. Sie leben in dieser Unterkunft, seit ihr Haus stark durch das Erdbeben beschädigt wurde. Es gibt kaum Arbeit hier, die meisten Männer verkaufen Sand aus dem Fluss und verdienen 500 nepalesische Rupien – rund vier Euro – am Tag. Doch die Arbeit ist saisonabhängig. Wenn die Regenzeit beginnt und der Wasserspiegel steigt, ist das nicht mehr möglich.
Eine nepalesiche Seniorin auf dem Boden ihrer notunterkunft aus Planen
Die 72-jährige Ramri Majhi sitzt in ihrer Unterkunft bei Majhi Tol, Dolalghat, während ihre Angehörige Chin Maya Majhi auf ihre Schwester wartet. Dank der Bargeldzahlungen des Roten Kreuzes konnten sie Decken und warme Kleidung für die acht Familienmitglieder anschaffen.
5 Sabita
Sabita BK, 24, und ihre Tochter sind mit den täglichen Arbeiten in Tin Ghare, Dolalghat beschäftigt. Während des Erdbebens wurde ihr Haus schwer beschädigt. Sabita nutzte ihre 10.000 Rupien, um Decken, Jacken und Pullover für die Erwachsenen und Kinder ihrer Familie zu kaufen.
Eine junge nepalesische Mutter mit ihrem Kleinkind auf dem Arm
Bei Shahin Danda in Dolalghat kümmert sich Ranjana BK um ihre vierjährige Tochter. Die Hälfte ihrer Hilfszahlungen gab die junge Frau ihrer Schwiegermutter. Von der anderen Hälfte kaufte sie ihren Kindern Kleidung. Für ihren zweijährigen Sohn beschaffte sie nahrhafte Kekse und Reis. Er ist häufig erkältet und leidet unter Fieber. Gerade ist er glücklicherweise gesund.
Menschen vor einer Notunterkunft mit einem Rotkreuzmitarbeiter
Ein Freiwilliger des Nepalesischen des Roten Kreuzes bei Shahin Danda, Dolalghat. Von 85 Haushalten erhielten hier 62 Bargeldhilfen in Höhe von 10.000 Rupien – rund 82 Euro.
Eine nepalesische Familie isst Frühstück vor ihrer Notunterkunft
Die 40-jährige Maya Majhi macht Frühstück für ihre siebenköpfige Familie. Sie essen vor ihrer Unterkunft bei Majhi Tol, Dolalghat.
Ein nepalesisches Ehepaar auf dem Boden in ihrer Notunterkunft aus Wellblech
Mit seiner Frau Panmati Majhi sitzt Ram Bahadur Majhi in ihrer Behausung bei Kholsapari, Dolalghat. Seine rechte Körperhälfte ist gelähmt. Er schläft auf einer Baumwollsteppdecke direkt auf dem Erdboden, weil er Angst hat, nachts aus dem Bett zu fallen. Seine Frau leistet ihm dort Gesellschaft. In der Nacht hängen die Eheleute Planen zwischen das Wellblechdach und die Wände. Mit dem Geld vom Nepalesischen Roten Kreuz haben sie sich Bettdecken und Überdecken gekauft.
10 Bishnu
Bei Tin Ghare, Dolalghat, lebt die 54-jährige Bishnu Maya BK mit ihrer Enkelin in einer Notunterkunft. Ihr Haus wurde während des Erdbebens schwer beschädigt. Dank der Bargeldhilfen vom Roten Kreuz konnten sie Decken, Jacken und Pullover für die Familienmitglieder kaufen.

» Erfahren Sie mehr über die Arbeit des DRK in Nepal

Weitere Blogbeiträge zur Erdbebenhilfe in Nepal:

» 11.09.2015: Neue Hoffnung für Singati – als Arzt im Erdbebengebiet
» 31.07.2015: Harte Realität: Weite Fußmärsche zur DRK-Gesundheitsstation
» 03.07.2015: Die Arbeit hat gerade erst begonnen
» 09.06.2015: Viele Herausforderungen und ein Nachbeben
» 13.05.2015: Das Ende eines Traums
» 08.05.2015: 2.200 Freiwillige Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes im Einsatz
» 04.05.2015: Nepals Freiwillige im Angesicht der Tragödie: „Wir müssen den Lebenden helfen“

Geschrieben von:

DRK-Team

Als DRK-Team stellen unter anderem die Mitarbeiter/innen der Online-Redaktion des Deutschen Roten Kreuzen Persönlichkeiten, Kollegen oder Schicksale vor und führen Interviews.

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