Foto: Togolesische Frau mit ihrem Sohn in einem Maisfeld

Togo: Die neuen Anbaumethoden überzeugen

Am 17.09.2015 von Andrea Kehrwald

Foto: togolesische Frau in einem Maisfeld

Feldbesuch in unserem DRK-Entwicklungsprojekt „Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion der Frauen und ihrer Familien in der Region Maritime Togos“ in unserem Projekt-Dorf Adrzalakopé. Dort haben wir gemeinsam mit unserem lokalen Partner eine „Feldschule“ (Farmer Field School / École de Champ Agriculteur) eingerichtet, wo wir mit den Frauen verbesserte landwirtschaftliche Anbaumethoden erproben.

Auf der rechten Parzelle wird nach traditionellen Methoden angebaut (PP – Pratiques paysannes), auf der linken Parzelle mit den verbesserten Methoden (GIFS: Gestion intégrée de la fertilité des sols / Integriertes Management der Bodenfruchtbarkeit,  hauptsächlich mit organischer Düngung).

Höhere Maispflanzen, grünere Blätter: deutlicher Unterschied zwischen den Anbaumethoden

Heute haben die Frauen wieder gemeinsam die Ergebnisse bewertet (wie dicht stehen die Pflanzen, wie gut ist die Saat aufgegangen, wie groß sind die Pflanzen, wie gepflegt ist das Feld, wie grün sind die Blätter, wie groß sind die Früchte) und dabei gemeinsam festgestellt, dass das Schul-Feld deutlich bessere Ergebnisse erzielt als das traditionelle Feld, und zwar in allen Bereichen! Die Saat ist auf der Schul-Parzelle deutlich besser aufgegangen, die Mais-Pflanzen sichtbar höher, die Maiskolben zahlreicher und größer, das Grün der Blätter satter und kräftiger!

Foto: Frauen bei einer Auswertung der Anbaumethoden im Maisfeld.

Nun bräuchten wir hier zum Ende der Trockenzeit noch einmal einen kräftigen Regen, um wirklich eine optimale Ernte zu erzielen. Im Moment sieht es aber leider nicht nach Regen aus… Auch hier sorgt der Klimawandel für Unregelmäßigkeiten in den gewohnten Wetterphänomenen.

Die Frauen werden ihre Kenntnisse weitergeben

Aber schon jetzt sind alle Frauen sehr überzeugt von den neuen Methoden und wollen sie gleich in der nächsten Saison auf ihren eigenen Feldern anwenden und auch in der Familie und Nachbarschaft weitergeben.

Foto: Frauen vergleichen anhand einer Kriterientabelle die Anbaumethoden.

Das ist wichtig, denn diese Region ist besonders von Armut und Ernährungsunsicherheit betroffen. Die Gegend ist dicht besiedelt, Anbauflächen werden knapper, die Böden sind ausgelaugt und ausgewaschen, die Ernten damit karg. Vor allem die Frauen haben nur beschränkten Zugang zu Land und damit zu Einkommen, mit dem in der Regel auch alle Ausgaben für die Ernährung, Kleidung und Schulausbildung der Kinder beglichen wird. Daher wendet sich unser Projekt vor allem an die Frauen, die in den durch das Rote Kreuz initiierten Mütterclubs (Club des Mères) organisiert sind.

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Fotos: Andrea Kehrwald/DRK

Geschrieben von:

Foto: DRK-Mitarbeiterin mit Basecap Andrea Kehrwald

Die DRK-Mitarbeiterin Andrea Kehrwald erlebt in Togo so einiges. Während ihres Einsatzes in der Region Maritime begleitet unsere Delegierte vor allem ein Projekt, das Frauen und ihren Familien hilft, ihre landwirtschaftlichen Erträge zu verbessern und setzt sich so gemeinsam mit den Menschen vor Ort für ein besseres Leben ein. Hier lässt sie uns an ihrer Arbeit und ihren Eindrücken teilhaben.

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