Weißrussland: Hausbesuch von Krankenschwester Tamara

Am 26.01.2012

Tamara Tiulkina ist eine ausgebildete Krankenschwester, die Hausbesuche im Landkreis Lepel für das Belarussische Rote Kreuz durchführt. Sie berichtet über eine ihrer Patientinnen, deren Schicksal ihr selbst sehr nah geht.

Antonina Khrol wurde 1938 geboren und lebt in der kleinen Stadt Lepel in Belarus. Für viele Jahre arbeitete sie im Psychiatrischen Krankenhaus von Lepel. Antonina war immer eine sehr offene und sympathische Person. Sie war einmal eine gute Sängerin, sie gab Konzerte und wurde im lokalen Rundfunk gespielt. 2002 starb ihr Ehemann. Sie hat einen Sohn und eine Tochter. Doch der Sohn war schon früh nach Norilsk in Russland gezogen, die Tochter kümmert sich nicht um die Mutter.

Krankenschwester Tamara Tiulkina auf Hausbesuch

Auch wenn Antonina noch nicht zu den wirklich Alten zählt, so blieb sie doch sehr auf sich allein gestellt und vereinsamte zusehends. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich: Herzprobleme, hoher Blutdruck, starke Schmerzen in den Füßen und anderen Beschwerden. Zudem musste sie den vergangenen Winter in einem ungeheizten Haus verbringen – der Herd funktionierte nicht. Der Kreisarzt bat das Belarussische Rote Kreuz des Kreises Lepel, Antonina als Patientin in seinen Pflegedienst aufzunehmen.

Im August 2009 erhielt sie ihren ersten Hausbesuch von Krankenschwester Tamara Tiulkina. Seitdem verbesserte sich Antoninas Gesundheit. Der Ofen wurde repariert und das erforderliche Brennholz für den Winter wurde ihr nach Hause geliefert. Tamara stellt fest: „Wir können sehen, dass Antonina ihren Lebenswillen wiedergefunden hat. Sie hat immer daran geglaubt, dass es Menschen gibt, die in schwierigen Zeiten bereit sind, bedürftigen Mitmenschen zu helfen und sie nicht im Stich zu lassen.“

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